„Ein Zeichen“: Klopp reagiert auf Real-Interesse
Mit einem Paukenschlag ging am gestrigen Montag die Amtszeit von Xabi Alonso bei Real Madrid zu Ende. Die Königlichen suchen einen Nachfolger und denken über Jürgen Klopp nach. Dieser findet klare Worte.
Nach nicht einmal sieben Monaten ist das Projekt Xabi Alonso bei Real Madrid bereits wieder ad acta gelegt. Nach der 2:3-Niederlage im Supercup-Endspiel gegen den Erzrivalen FC Barcelona musste der ehemalige Coach von Bayer Leverkusen die Koffer packen. Einer der Wunschnachfolger ist nach FT-Informationen Jürgen Klopp, der bereits in der Vergangenheit mehrfach beim Rekordsieger der Champions League gehandelt wurde.
Dieser reagierte jedoch bereits kurz nach Bekanntwerden der Entscheidung um Alonso mit einer klaren Absage. Der 58-Jährige war am gestrigen Montagabend zu Gast im ‚Sport Talk‘ auf ‚Servus TV‘, um sein erstes Jahr als Head of Global Soccer bei Red Bull zu resümieren und erfuhr kurz vor der Sendung von den Geschehnissen.
„Hat gar nichts in mir ausgelöst“
„Es ist ein Zeichen, dass dort alles nicht zu 100 Prozent richtig ist, wenn Xabi Alonso, der über zwei Jahre in Leverkusen gezeigt hat, welch überragendes Trainertalent er ist, ein halbes Jahr später bei Real Madrid gehen muss. Aber das hat natürlich mit mir gar nichts zu tun – und es hat in mir auch nichts ausgelöst. Ich war nur überrascht.“
Klopp fühle sich in seiner neuen Rolle weiterhin pudelwohl: „Ich wollte diesen ganz straffen Terminkalender, den ich über 25 Jahre gelebt habe, so nicht mehr machen. Der Trainermarkt wird durchgemischt und es ist nicht schlimm, das Ganze mal aus der Beobachterrolle mitzubekommen und nicht darüber nachzudenken, was das für einen selber bedeuten könnte, weil man da, wo man ist, am richtigen Ort ist.“
Entgegen immer wieder aufkommender Gerüchte wolle er sich auf absehbare Zeit nicht umorientieren: „Ich habe mich auf die Aufgabe, die ich jetzt habe, eingelassen. Ich habe Menschen kennengelernt, denen gegenüber ich mich verantwortlich fühle.“
Klopp sieht sich nicht als Werbefigur
Klopp stehe für Kontinuität und arbeite gerne mit einem langfristigen Plan: „Ich bin sieben Jahre in Mainz geblieben, obwohl ich jedes Jahr wechseln hätte können, bin sieben Jahre in Dortmund geblieben, obwohl ich relativ häufig woanders hingehen hätte können und ich hätte in Liverpool, wo ich nicht so viele Anfragen hatte, schon früher aufhören können. Also ich mag lange Beziehungen und die bei Red Bull hat gerade erst angefangen.“
Dort sehe er sich auch nicht als laufendes Testimonial und Werbefigur, „ich komme über die Inhalte. Wir haben in manchen Vereinen Kleinigkeiten, in anderen Vereinen größere Dinge verändert. Es ist erst ein Anfang und noch nicht das Ende.“
Weitere Infos