Die Optionen für Götze – nie wieder für den BVB?

Unter Umständen wird Mario Götze nie wieder für Borussia Dortmund auflaufen. Die Gründe, warum er seit Wochen nicht mehr im BVB-Kader stand, sind zwar allzu menschlich, erschweren aber die Jobsuche. Viele Optionen bleiben dem WM-Helden nicht mehr.

Mario Götze während der Saison 2019/20
Mario Götze während der Saison 2019/20 ©Maxppp

In den vergangenen Wochen ist es ruhig geworden um Mario Götze. Seit drei Spieltagen fehlt der Name des 28-Jährigen auf dem Spielberichtsbogen von Borussia Dortmund. Der Grund könnte aber schöner kaum sein.

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Krankenhaus statt Fußballplatz

Götze ist das erste Mal Vater geworden. Da die Entbindung aber deutlich früher als geplant stattfinden musste, weilte Frau Ann-Kathrin routinemäßig länger im Krankenhaus als zunächst geplant. Der frischgebackene Vater verbrachte deshalb viel Zeit in der Klinik und konnte die DFL-Hygienevorgaben nicht erfüllen. Auch wenn er mehrfach negativ auf Corona getestet wurde, durfte er nicht mit der Mannschaft trainieren und folglich auch nicht spielen.

Eine Konsequenz, die Götze sicher gerne in Kauf genommen hat. Für einen neuen Arbeitgeber konnte sich der 63-fache deutsche Nationalspieler dadurch aber nicht empfehlen – und wird dies unter Umständen auch bei den ausstehenden zwei Spieltagen nicht mehr können. Nach ‚Bild‘-Informationen wird Götze beim morgigen Endspiel um die Vizemeisterschaft gegen RB Leipzig wieder nicht im Kader stehen. Bleibt nur noch der abschließende Spieltag gegen die TSG Hoffenheim.

Die Interessenten standen schon zuvor nicht gerade Schlange. Einen Wechsel innerhalb der Bundesliga soll das Dortmunder Eigengewächs zudem ausschließen – wenngleich dies den Gerüchten um einen Wechsel zu Hertha BSC bislang wenig Abbruch tat. Fest steht: Von seinem derzeit fürstlichen Gehalt von rund zehn Millionen Euro muss er sich in jedem Fall verabschieden. Lediglich bei einem Wechsel in die Premier League wäre noch einmal ein vergleichbares Salär zu erwarten. Konkretes Interesse von englischen Erstligisten besteht aber nicht.

Ligue 1 oder Serie A?

Bleibt die französische Ligue 1 sowie die italienische Serie A. Im Mai wurde Götze bei OGC Nizza gehandelt. Die eher auf Athletik ausgerichtete französische Eliteliga scheint aber nicht gerade der perfekte Ort für den Techniker zu sein, die mondäne Côte d’Azur hingegen aber mit Sicherheit für Frau Ann-Kathrin.

Gleiches gilt für Mailand. Die Serie A scheint darüber hinaus noch besser zu Götzes Spielstil zu passen. Sowohl AC als auch Inter Mailand wurden bereits mit dem Offensivspieler in Verbindung gebracht. Begünstigen könnte ein Wechsel zu den Rossoneri zudem die sich abzeichnende Ankunft von Ralf Rangnick als neuer Milan-Coach. Aber auch in Mailand müsste das einstige Wunderkind bereit sein, auf einen Großteil seines Gehalts zu verzichten. Die klubinterne Gehaltsobergrenze für Neuzugänge soll bei 2,5 bis 3,5 Millionen Euro liegen.

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