Das Warten hat sich bei Borussia Dortmund ausgezahlt, mit dem FC Barcelona hat der BVB einen potenten Abnehmer für Karim Adeyemi gefunden. Es wäre ein Deal mit zwei klaren Gewinnern, allerdings auch einem deutlichen Fragezeichen.
Zuerst wurde monatelang über einen neuen Vertrag verhandelt, dann wochenlang auf einen Verkauf gehofft. Dennoch kam die Meldung in der Nacht aus dem Nichts: Karim Adeyemis Wechsel zum FC Barcelona bahnt sich an.
Hauptgewinn für Adeyemi
Vor rund einem Jahr hatte Adeyemi den Berater gewechselt und war unter die Fittiche von Jorge Mendes geschlüpft. Laut ‚Bild‘ hatte der Star-Agent zuletzt mit wilden Gehalts- und Handgeldforderungen „bei den Dortmund-Bossen für Schnappatmung“ gesorgt. Parallel soll er seinen Klienten bei sämtlichen europäischen Topklubs angeboten haben.
In Barcelona, wohin Mendes ausgezeichnete Kontakte unterhält und wo mit Lamine Yamal (18) der Superstar aus dem Gestifute-Stall unter Vertrag steht, wurde er fündig. Vor allem für Adeyemi ginge damit ein Lebenstraum in Erfüllung. Borussia Dortmund soll er mitgeteilt haben, dass er ein Jahr vor Vertragsende nur nach Katalonien wechseln will. Mit Barça habe sich der Offensivspieler bereits auf einen Vertrag verständigt.
Trostpreis für den BVB
Und auch der BVB macht große Schritte in Richtung Vertragsabschluss. Das erste Angebot aus Spanien soll zwar mit 20 Millionen Euro noch deutlich unter den schwarz-gelben Erwartungen liegen – 40 Millionen Euro sollen es sein, mindestens aber jene 33 Millionen, die vor vier Jahren als Ablöse an RB Salzburg flossen – die Verhandlungen sind in vollem Gange.
Dass Adeyemi das vorliegende Verlängerungsangebot in Dortmund noch annimmt, galt seit geraumer Zeit als unwahrscheinlich. Entsprechend wurde der 24-Jährige neben Serhou Guirassy (30) als lukrativer Verkaufskandidat gehandelt. Die Dortmunder sind nun an einer schnellen Einigung interessiert, um das Geld in den Kader zu reinvestieren. Laut spanischen Medien könnte der Neuzugang bereits am Montag in Barcelona anheuern.
Unter Niko Kovac war Adeyemi zwar zunächst – und durchaus überraschend – der große Gewinner. Zuletzt war der Stern des gebürtigen Münchner aber wieder deutlich im Sinkflug begriffen. Im Saisonendspurt kam der Angreifer vermehrt als Einwechselspieler zum Einsatz und wurde auch von Bundestrainer Julian Nagelsmann nicht für die WM nominiert.
Fragezeichen Flick
In Barcelona träfe Adeyemi in Hansi Flick, mit dem er sich bereits telefonisch ausgetauscht hat, auf einen lediglich vermeintlich großen Förderer. Unter dem damaligen Bundestrainer debütierte der Linksfuß zunächst 2021 gegen Armenien und erzielte nach Einwechselung direkt sein erstes Tor für Deutschland. Bis zu dessen Amtsaustritt im Herbst 2023 sammelte Adeyemi unter Flick bei drei Einsätzen aber nur noch 35 weitere Nationalmannschaftsminuten.
Zwar nominierte der heutige Barça-Trainer den BVB-Profi für das Turnier in Katar, zum Einsatz kam er bei der enttäuschenden Winter-WM allerdings nicht. Die allermeiste Zeit verzichtete der Fußballlehrer auf seinen nun womöglich kommenden Neuzugang. Adeyemis Potenzial ist jedoch unbestritten, womöglich hat Flick die züdende Idee, wie er dieses aus dem streitbaren Freigeist rauskitzeln kann.
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