Bundesliga

Schock-Klausel bei Diomande enthüllt

Yan Diomande ist der absolute Senkrechtstarter bei RB Leipzig. Der junge Ivorer hat sich in kürzester Zeit in die Notizbücher zahlreicher Topvereine gedribbelt. Doch ein Wechsel könnte schwierig werden – und große juristische Konsequenzen nach sich ziehen.

von Martin Schmitz - Quelle: Sacha Tavolieri | Sky.ch
2 min.
Yan Diomande ist der Senkrechtstarter bei RB Leipzig @Maxppp

Als RB Leipzig im vergangenen Sommer saftige 20 Millionen Euro an den spanischen Erstliga-Absteiger CD Leganés überwies, um den jungen Ivorer Yan Diomande zu verpflichten, rieben sich hierzulande viele Leute die Augen. Doch der Flügelspieler zeigt ohne jegliche Anlaufprobleme seit Saisonstart, dass er das Geld mehr als wert ist.

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Nach 22 Pflichtspielen für die Sachsen stehen acht Treffer und sechs Vorlagen in der Bilanz des Neu-Nationalspielers. Doch auch abseits der nackten Zahlen macht Diomande mit tollen Dribblings, Tempo und feiner Technik auf sich aufmerksam. Europäische Topklubs stehen bereits jetzt Schlange, Leipzig träumt von einer Ablöse jenseits der 100 Millionen Euro. Doch ein Abgang des 19-Jährigen könnte rechtlich unmöglich sein. Das geht aus einem Bericht von Sacha Tavolieri hervor.

Problematische Verträge mit der Ex-Agentur

Demnach schwelt hinter der Fassade ein problematischer rechtlicher Konflikt zwischen Maxidel, der ehemaligen Berateragentur des Profis und seinen neuen Vertretern Roc Nation, bei denen unter anderem Vinicius Junior aber auch viele Musik-Stars unter Vertrag stehen. Kern des Problems sind zwei Verträge, die Diomande bei seiner ehemaligen Agentur unterschrieben hat.

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„Laut Dokumenten, die unseren Quellen vorliegen, soll Yan Diomande eine private Vereinbarung unterzeichnet haben, die sich von seinem klassischen Vertretungsvertrag unterscheidet – eine Vereinbarung, die bis zum Ende seines Engagements bei RB Leipzig gültig bleiben soll“, so der Transferexperte. Diese Exklusiv-Vereinbarung lege ausdrücklich fest, dass alle Verhandlungen über einen Wechsel weg vom deutschen Verein zwingend über Maxidel Management laufen müssen.

Diese sei rechtlich schwer angreifbar und verhindert, dass Diomande mit seinen aktuellen Beratern einen Wechsel verhandeln kann. Klubs, die über diese Berater in Gespräche einsteigen, könnten sich somit ebenso wie Diomande selbst rechtlich angreifbar machen, der Spieler könnte wegen schwerwiegender Vertragsverletzung verklagt werden.

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Sommertransfer unmöglich?

Mehr noch: Ein Zusatzvertrag verkompliziert die Sachlage weiter. Für den Fall einer Vertragsverletzung muss Diomande die Rechte an seinem Bild bis Januar 2031 an seine alte Agentur übergeben, eine Klausel mit einem Wert von über sieben Millionen Euro. „Sollten sich diese Klauseln bestätigen, könnte kein seriöser Verein das Risiko eingehen, einen Transfer abzuschließen, solange die rechtliche Situation nicht geklärt ist“, so Tavolieri.

Personen aus dem Umfeld von Maxidel haben demnach bereits bekräftigt, dass die Agentur im Falle des Falles bereit sei, „bis zum Ende“ zu gehen und den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) anzurufen, unabhängig von der Dauer des Verfahrens.

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Aktuell sieht es danach aus, als sei ein Abgang des Dribblers im Sommer unmöglich. Dabei haben dem Vernehmen nach etliche europäische Schwergewichte bereits Interesse bekundet oder gar Sondierungsgespräche begonnen. Darunter der FC Liverpool, Tottenham Hotspur, der FC Barcelona, Manchester United und auch der FC Bayern München.

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