Der Start von Borussia Dortmund in die neue Spielzeit ist gelungen. Die Neuzugänge aus dem Sommer haben dazu bislang aber nur wenig beigetragen.
Carney Chukwuemeka (22) – Note 3,5
20 Millionen Euro Ablöse an den FC Chelsea konnte Chukwuemeka bislang noch nicht rechtfertigen, zu unregelmäßig kommt er zum Einsatz. Sein Potenzial deutet der feine Techniker immer wieder an, in der Champions League sammelte er zwei Torbeteiligungen in zwei Spielen. In der Bundesliga wartet er in dieser Saison noch auf das erste Erfolgserlebnis. Fehlende Fitness ist beim vielseitigen Mittelfeldspieler ein Dauerthema.
Aarón Anselmino (20) – ohne Note
Auch den jungen Innenverteidiger lotste der BVB von Chelsea in den Ruhrpott. Anselmino ist ausgeliehen, eine Kaufoption besitzen die Dortmunder nicht. Der Start des Argentiniers in Dortmund hätte besser kaum laufen können, in seinem ersten Spiel überzeugte Anselmino gleich mit herausragendem Zweikampfverhalten und Wille. Doch so schnell das Toptalent angekommen war, so schnell verschwand er auch wieder von der Bildfläche. Die sieben Spiele nach seinem Debüt verpasste er verletzungsbedingt, erst gegen den FC Kopenhagen (4:2) kam er am Dienstag per Kurzeinsatz zu seinem Comeback. Doch die Saison ist noch lang, Anselmino bleibt also noch viel Zeit, um für den BVB wichtig zu werden.
Jobe Bellingham (20) – Note 4,5
Er ist der teuerste BVB-Transfer des Sommers. 30,5 Millionen Euro überwies die Borussia an den AFC Sunderland. Ein Investment, das sich bislang noch nicht ausgezahlt hat. Mit großen Erwartungen kam Bellingham nach Dortmund und sollte in die großen Fußstapfen seines Bruders Jude treten. Scheinbar zu viel Druck für den jungen Engländer, der sein Potenzial bislang noch nicht ansatzweise ausschöpfen konnte. Zudem sorgt sein Vater aufgrund der geringen Einsatzzeiten seines Sohnes rund ums Team seit Wochen für Unruhe. Klar ist aber auch, dass es für den Mittelfeldakteur insbesondere in seinem jungen Alter eine schwierige Situation in einem fremden Land ist, sodass ihm etwas Anlaufzeit zusteht. Dennoch zeigt er für die hohe Ablöse bislang zweifellos zu wenig.
Patrick Drewes (32) – ohne Note
Überraschend verkündete der BVB im Juni die Verpflichtung des Torhüters vom VfL Bochum. In Dortmund ist Drewes die Nummer drei hinter Gregor Kobel (27) und Alexander Meyer (34). Zu Einsätzen kommt der Routinier also nicht, seinen Job erledigt er aber ordentlich.
Fábio Silva (23) – Note 2,5
Der 22,5 Millionen Euro schwere Transfer des Portugiesen ging nicht geräuschlos vonstatten. Eine Adduktorenverletzung sowie eine möglicherweise geheime OP sorgten für reichlich Wirbel. Aufgrund besagter Blessur fiel Silva für die ersten Wochen aus, verzeichnete aber zuletzt fünf Kurzeinsätze. In denen überzeugte der Stürmer stets nach seinen Einwechselungen, gegen Kopenhagen gelang sein erster Treffer im schwarz-gelben Dress. Silva drängt sich auf, es scheint unausweichlich, dass er zeitnah sein Startelf-Debüt feiert. Muss vielleicht sogar der kriselnde Topstürmer Serhou Guirassy (29) für ihn weichen?
Konkurrenz belebt das Geschäft
Einen großen Impact hatten die Neuzugänge bislang nicht. Dennoch sorgen sie dafür, dass im Dortmunder Kader eine große Konkurrenzsituation herrscht. So kommt es, dass Akteure wie Felix Nmecha (25) und Karim Adeyemi (23) einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht haben. Zudem sind alle Neuen noch jung und entwicklungsfähig, sodass sie im weiteren Saisonverlauf noch wichtig werden können.
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