Transfer-Zwischenzeugnis Köln: Im Rahmen der Möglichkeiten verstärkt

Siebenmal hat der wirtschaftlich gebeutelte 1. FC Köln im Sommer auf dem Transfermarkt zugeschlagen. FT bewertet die bisherigen Leistungen der Kölner Neuzugänge.

Steffen Baumgart tobt an der Seitenlinie
Steffen Baumgart tobt an der Seitenlinie ©Maxppp

Sargis Adamyan (TSG Hoffenheim/1,5 Millionen)

Adamyan sollte als teuerster Neuzugang des FC das auf Flanken ausgelegte Kombinationsspiel variabler gestalten. Bislang bringt der 29-Jährige seine fußballerischen Qualitäten aber noch zu selten auf den Platz. In der Bundesliga reichte es an den ersten sieben Spieltagen bisher nur zu einem Startelfeinsatz.

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Prognose: Sobald der langzeitverletzte Mark Uth (31) wieder fit ist, wird es für Adamyan tendenziell schwieriger, auf genügend Einsatzzeit zu kommen. Fraglos bringt der dribbelstarke Rechtsfuß aber das spielerische Potenzial mit, eine gewichtige Rolle in der Offensive der Kölner einzunehmen.

Steffen Tigges (Borussia Dortmund/1,2 Millionen)

Steffen Tigges 2223

Vor seinem Wechsel vom BVB in die Domstadt absolvierte der hochgewachsene Mittelstürmer lediglich 15 Bundesliga-Partien. Die fehlende Spielpraxis auf höchstem Niveau ist dem Linksfuß anzumerken. Bislang kommt Tigges auf zwei Treffer in zehn Pflichtspielen.

Prognose: Der vor der Saison ausschließlich in der Regionalliga aktive Florian Dietz (24) hat schon häufig den Vorzug in dieser Saison erhalten – sinnbildlich für Tigges bisherige Leistungen. Der 24-Jährige hängt, wenn er spielt, meist in der Luft. In der heutigen Partie gegen Borussia Dortmund (3:2) spielte er aber besser und erzielte er ein Tor.

Linton Maina (Hannover 96/ablösefrei)

Es ist nicht lange her, da war der Flügelspieler eines der heißesten Eisen auf dem deutschen Transfermarkt. Viele Klubs wollten Maina haben, doch sein Ex-Klub Hannover 96 ließ den schnellen Rechtsfuß nicht ziehen. Mit etwas Verspätung ist der 23-Jährige mittlerweile in der Bundesliga angekommen.

Prognose: Maina verfügt über immenses Potenzial: Als einer der ganz wenigen Kölner Offensivspieler hat der ehemalige Junioren-Nationalspieler große Qualitäten in Eins-gegen-Eins-Situationen. Zuweilen hapert es bei Maina noch an der Entscheidungsfindung, die Formkurve zeigt in den vergangenen Wochen aber klar nach oben.

Eric Martel (RB Leipzig/1,2 Millionen)

Martel soll den Abgang von Salih Özcan (24/Borussia Dortmund) auffangen. Kein leichtes Unterfangen, denn Özcan spielte eine überragende Rückrunde in Köln und empfahl sich so für höhere Aufgaben.

Prognose: Der U21-Nationalspieler präsentiert sich laufstark und bissig in der Zweikampfführung, fügt sich somit wunderbar in den von Trainer Steffen Baumgart praktizierten aggressiven und intensiven Spielstil ein. Mit dem Ball am Fuß hat der 20-Jährige eindeutig noch Schwächen, hier besteht Luft nach oben.

Kristian Pedersen (Birmingham City/ablösefrei)

Pedersen (28) kam ablösefrei vom englischen Zweitligisten Birmingham City. Die englische Härte bringt der Norweger fraglos mit, fußballerisch zeichnet sich allerdings bisher ein düsteres Bild ab.

Prognose: Als Backup von Kapitän Jonas Hector (32) konnte Pedersen bislang nicht überzeugen. Im balldominanten Spiel des FC fällt er im Vergleich zu seinen Teamkollegen spielerisch sichtlich ab.

Nikola Soldo (NK Lokomotiva/500.000)

Kurz vor Ende des Transferfensters sicherten sich die Geißböcke den hierzulande gänzlich unbekannten kroatischen Innenverteidiger. Und Soldo ist gleich gefragt, stand in seinen ersten beiden Partien für Köln in der Startelf.

Prognose: Während seinen ersten beiden Einsätzen hinterließ der 21-Jährige einen ordentlichen Eindruck. Angesichts der mangelnden Erfahrung auf Bundesliga-Niveau hat der Linksfuß gut performt. Ob er sich gegenüber der eingespielten Innenverteidigung bestehend aus Timo Hübers (26) und Luca Kilian (22) behaupten kann, wird sich zeigen.

Denis Huseinbasic (Kickers Offenbach/50.000)

Überraschend holte der FC den zentralen Mittelfeldspieler vor der Saison aus der vierten Liga an Bord. Bislang kommt der 21-Jährige wettbewerbsübergreifend lediglich auf drei kürzere Einsätze.

Prognose: Der Sprung aus der vierten in die erste Spielklasse ist selbstredend gewaltig. Entsprechend war von Beginn an klar, dass Huseinbasic Eingewöhnungszeit benötigen wird. Die räumt man dem Talent in Köln ein

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