Gladbach plant „ohne Europa“ | Koné-Transfer ein Faustpfand

Borussia Mönchengladbach droht in dieser Spielzeit das internationale Geschäft zu verpassen. Dennoch bleibt Sportdirektor Max Eberl hinsichtlich der Personalplanung gelassen. Mit der Verpflichtung von Kouadio Koné im Winter hat man zumindest teilweise vorgesorgt.

Kouadio Koné wechselt im Sommer nach Gladbach
Kouadio Koné wechselt im Sommer nach Gladbach ©Maxppp

Borussia Mönchengladbach droht nach der Negativserie von sieben sieglosen Spielen die Qualifikation für die Europa League zu verpassen. Dass man sich am Niederrhein dennoch keine Sorgen macht, was die Unterhaltungskosten des Kaders und einen möglichen Ausverkauf angeht, machte Sportdirektor Max Eberl während der heutigen Pressekonferenz auf FT-Nachfrage hin deutlich:

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„Wir haben die Augen schon offen, was den europäischen Wettbewerb betrifft, aber natürlich haben die Ergebnisse der letzten Wochen den Abstand größer werden lassen. Wir planen in Mönchengladbach seit Jahr und Tag ohne Europa. Deswegen brauchen wir auch keine personellen Konsequenzen zu befürchten.“

Koné-Transfer als Vorkehrung

Tatsächlich hat Eberl schon zwei feste Transfers für die kommende Saison eingetütet. Zum einen wird Hannes Wolf (21) nach seiner Leihe von RB Leipzig für 9,5 Millionen Euro festverpflichtet, zum anderen wechselt mit Kouadio Koné vom FC Toulouse ein französisches Top-Talent für kolportierte neun Millionen zur Fohlenelf. Unabhängig von der Europa League-Qualifikation hat man daher zumindest partiell personell vorgesorgt.

Dass man Konés Entwicklung genauestens verfolgt, verrät Eberl auf erneute Nachfrage unserer Redaktion, man beobachte den 19-Jährigen „sehr intensiv“ und schaue „jedes Spiel“. Die Leistungen in dieser Saison gefallen dem 47-Jährigen: „Er hat Spiele von Beginn an gemacht, hat zwei Tore geschossen in letzter Zeit. Wir drücken ihm die Daumen, dass er gesund bleibt und dass er die Entwicklung, die er bisher genommen hat, fortsetzt.“

Verlassen zwei Leistungsträger den Verein?

Sicherlich ist die Verpflichtung des zentralen Mittelfeldspielers bereits ein Vorgriff auf den möglichen Abgang von Denis Zakaria. Der Vertrag des Schweizers läuft 2022 aus – der Sommer wäre damit die letzte Möglichkeit für die Borussia, eine adäquate Ablöse zu kassieren. Verschiedenen Medienberichten zufolge möchte der 24-Jährige den Klub am Saisonende verlassen.

Matthias Ginter ist ebenfalls ein Kandidat für einen Abgang – der Kontrakt des Innenverteidigers endet wie der von Zakaria 2022. Zuletzt verlängerte Abwehrkollege Nico Elvedi (24) seinen Vertrag bis 2024, ob Ginter es ihm gleich tut, ist unklar. Eine Teilnahme am internationalen Wettbewerb wäre sicherlich ein gutes Argument für einen Verbleib.

Eberl ist gefragt

Nichtsdestotrotz wurde mit der Verpflichtung von Koné bereits eine potenzielle Lücke geschlossen, sollte Zakaria den derzeitigen Tabellenzehnten tatsächlich verlassen. Ansonsten gibt sich Max Eberl in Bezug auf die Transferplanung gewohnt gelassen. Doch klar ist: Auf den Kaderplaner wartet ein geschäftiger Sommer.

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