Nach dem BVB-Spiel: Stimmungskollaps bei PSG

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  • Quelle: FT-Exklusiv

Die 1:2-Niederlage gegen Borussia Dortmund hat bei Paris St. Germain tiefe Spuren hinterlassen. Die ohnehin angespannte Atmosphäre beim französischen Meister droht komplett zu kippen. Sollte PSG das Weiterkommen in der Champions League tatsächlich nicht gelingen, sind die Tage von Thomas Tuchel wohl gezählt.

Gehen Tuchel und Neymar künftig getrennte Wege?
Gehen Tuchel und Neymar künftig getrennte Wege? ©Maxppp

Bei Paris St. Germain hat man auch noch zwei Tage später an der 1:2-Niederlage gegen Borussia Dortmund zu knabbern. Die Stimmung bei Superstar Neymar (28) war bereits kurz nach Abpfiff im Keller, als er sich lautstark über die Klubführung und den Umgang mit seiner Rippenprellung beschwerte.

Ich habe es mir anders vorgestellt, hierher nach Dortmund zu kommen. Ich durfte in den vergangenen Spielen nicht spielen und das war eine Entscheidung des Klubs und der Vereinsärzte. Sie haben diese Entscheidung getroffen, die mir nicht gefallen hat. Ich denke, wenn ich in einer besseren körperlichen Verfassung gewesen wäre und früher meinen Rhythmus gefunden hätte, hätte ich sicherlich ein viel besseres Spiel gemacht“, schimpfte der Brasilianer.

Systemwechsel sorgt für Unmut

Die Atmosphäre bei Paris war jedoch bereits vor dem Anpfiff getrübt. Wie FT aus Frankreich erfuhr, kündigte Tuchel den Spielern seine Umstellung des in den vergangenen Wochen erfolgreichen 4-4-2-Systems auf ein 3-4-3 erst spät am Spieltag an. Mauro Icardi (27), dem die Systemänderung einen Bankplatz im Signal Iduna Park bescherte, musste daraufhin von seinen Teamkollegen erst wieder beruhigt werden. Teile des Kaders, wie etwa Kapitän Thiago Silva (35) oder Marquinhos (25), hatten auch noch nach dem Abpfiff als Streitschlichter alle Hände voll zu tun.

Tuchels Zukunft in der französischen Hauptstadt hängt nun am Ausgang des Rückspiels in drei Wochen. Sollte es das Starensemble nicht ins Viertelfinale schaffen, sind die Tage des 46-jährigen Übungsleiters gezählt. Ohnehin wäre ein Verbleib des ehemaligen Dortmunders wohl nur bei einem Gewinn der Königsklasse gesichert. Dass ein gutes Abschneiden in der heimischen Liga allein nicht den Ansprüchen der PSG-Verantwortlichen genügt, mussten bereits Tuchels Vorgänger erfahren.

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