Registrierungen: Barças 150-Millionen-Problem

Den finanziellen Stolpersteinen zum Trotz setzt der FC Barcelona alles in Bewegung, um seine Neuzugänge für die Liga zu registrieren. Mit dem spanischen Verband ist man sich jedoch noch unneinig.

Joan Laporta bei einer Veranstaltung des FC Barcelona
Joan Laporta bei einer Veranstaltung des FC Barcelona ©Maxppp

Der FC Barcelona durchlebt einen geschäftigen Sommer. Trotz massiver finanzieller Engpässe agieren die Katalanen umtriebiger denn je auf dem Transfermarkt. Mit frischen TV-Deals im Gepäck zogen die Blaugrana los, um die großen Stars ins Camp Nou zu locken und Leistungsträger zu halten. Hochkaräter wie Robert Lewandowski (33), Raphinha (25), Jules Koundé (23) oder Franck Kessié (25) wurden an Land gezogen. Spielberechtigt ist aktuell jedoch keiner von Barças Neuzugängen.

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Nach Informationen des spanischen Radiosenders ‚Cadena Cope‘ fehlt Barcelona eine beträchtliche Millionensumme für die La Liga-Registrierung seiner neuen Spieler. Konkret beträgt das finanzielle Loch rund 150 Millionen. Unstimmigkeiten gab es bei den jüngsten Einnahmen der Blaugrana. Der Verkauf von 25 Prozent an Barças Fernsehrechten spülte 517 Millionen Euro in Barças Kassen, der Verein erwirtschaftete allerdings einen Gesamtgewinn von 667 Millionen Euro. Für den spanischen Ligaverband zählt jedoch nur das Geld, das die Katalanen zum gegenwärtigen Zeitpunkt auf dem Konto haben – und das sind nur 517 Millionen Euro.

Weitere Millionen in der Pipeline

Als Vorgriff für etwaige Probleme tüteten die Blaugrana vor wenigen Tagen einen weiteren lukrativen Millionen-Deal ein. 25 Prozent der Barça Studios, der vereinseigene Produkionsfirma, wurden für 100 Millionen Euro an das Krypto-Unternehmen socios.com verkauft. Um das Registrierungsproblem endgültig in den Griff zu bekommen, gedenken die Katalanen, weitere Anteile abzutreten. Intern wurde bereits die Möglichkeit genehmigt, bis zu 49 Prozent der Barcelona Studios zu veräußern.

Fakt ist: Den Katalanen fehlt noch eine finale finanzielle Hürde, bis Trainer Xavi in La Liga auf seine Neuzugänge zugreifen kann. „Wir haben verstanden, dass wir unsere Hausaufgaben machen müssen und deshalb werden wir in der Lage sein, Spieler ohne Probleme registrieren zu können. Ich bin optimistisch. Hoffen wir, dass La Liga das auch so sieht“, gab Barças Präsident Joan Laporta zuletzt zu Protokoll. Am 13. August empfängt Barcelona zum Liga-Auftakt Rayo Vallecano (21 Uhr) – spätestens zu diesem Zeitpunkt wird klar sein, ob Lewandowski und Co. für Barça spielberechtigt sind.

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