Transferfazit Frankfurt: Kreativität als Faustpfand?

Sportdirektor Markus Krösche erlebte einen geschäftigen Sommer bei seinem neuen Klub Eintracht Frankfurt. FT zieht ein Fazit mit Blick auf die Frankfurter Transferaktivitäten.

Markus Krösche und Oliver Glasner bei einer Pressekonferenz der Eintracht
Markus Krösche und Oliver Glasner bei einer Pressekonferenz der Eintracht ©Maxppp

Eintracht Frankfurt erlebte einen komplizierten Transfersommer. Nachdem zunächst sowohl der Sportdirektor- wie auch der Trainerposten neu besetzt werden mussten, ging es aus Sicht des Vereins darum, den bis dato erfolgreichen Kader zusammenzuhalten. Bis auf den Abgang von Top-Torjäger André Silva (25, RB Leipzig) gelang es Markus Krösche, Stammspieler zu halten.

Unter der Anzeige geht's weiter

Die international begehrten Daichi Kamada (25) und Evan N'Dicka (22) blieben ebenso im Verein wie die abwanderungswilligen Amin Younes (28) und Filip Kostic (28). Rotationsspieler wie Dejan Joveljic (21, LA Galaxy), Frederik Rönnow (28, Union Berlin), Jetro Willems (27, Greuther Fürth), Steven Zuber (30, AEK Athen), Rodrigo Zalazar (22, FC Schalke 04) verließen die Hessen, hätten aber ohnehin nicht viel Spielzeit erhalten.

Zugänge

Auf Zugangsseite kamen mit Jesper Lindström (21, Bröndby IF), Igor Matanovic (18, FC St. Pauli) sowie Fabio Blanco (17, Valencia) unfertige Offensivspieler mit viel Potenzial. Ob sie den Kader der Hessen auf Anhieb verstärken, darf bezweifelt werden, ein Versprechen für die Zukunft ist das Trio jedoch allemal.

Dazu kommen die Transfers von Christopher Lenz (26, Union Berlin), Sam Lammers (24, Atalanta Bergamo), Kristijan Jakic (24, Dinamo Zagreb), Rafael Borré (25, River Plate) sowie Jens Peter Hauge (21, AC Mailand) – allesamt eher unbeschriebene Blätter. Es bleibt abzuwarten, wer sich von den zahlreichen Neuzugängen als echte Verstärkung entpuppt.

Mit Kreativität zum Erfolg?

Klar ist: Aus Sicht der SGE wird es schwierig, die bärenstarke vergangene Spielzeit mit Platz fünf zu wiederholen. Der Kader wurde mit Blick auf die Doppelbelastung durch die Teilnahme in der Europa League quantitativ verstärkt, Leistungsträger konnten gehalten werden. In Corona-Zeiten ließ Krösche ein hohes Maß an Kreativität erkennen und verpflichtete mit Lindström, Jakic und Borré Spieler, die wohl nur wenige auf dem Schirm gehabt hatten.

Der Saisonstart verlief holprig, zwei Zähler aus drei Partien stehen zu Buche. Die Nebengeräusche um den gescheiterten Transfer von Flügelspieler Kostic zu Lazio Rom gingen nicht spurlos am Klub vorbei. Nun gilt es für Frankfurt im heutigen Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (15:30 Uhr) den ersten Sieg einzufahren.

Kommentare