Bundesliga

Augsburgs großer Wagner-Fehler: Hunderte Kandidaten

Seit Montag ist das kurze Kapitel Sandro Wagner beim FCA schon wieder Geschichte. In der Vereinsführung gesteht man sich Fehler ein. Für die Suche nach einem Nachfolger will und muss man sich Zeit nehmen.

von Tobias Feldhoff - Quelle: kicker
1 min.
Sandro Wagner mit ernstem Blick @Maxppp

Wenn von sämtlichen Seiten der Glaube fehlt, ist eine Trennung unausweichlich. Dies war am Ende von Sandro Wagners Zeit beim FC Augsburg der Fall, wie Geschäftsführer Michael Ströll gegenüber dem ‚kicker‘ bestätigt: „Dann hast du eine ganz andere Ausgangssituation. Das war der Grund, warum wir am Montag nochmal den Austausch gesucht haben, und sich der Eindruck verhärtet hat.“

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Auch Wagner selbst also, der die Aufgabe mit so viel Optimismus und frischen Ideen angegangen war, musste im Laufe der Zeit feststellen, dass Anspruch und Realität oftmals zu weit auseinanderklaffen. Die Umgestaltung einer reinen Arbeitertruppe in ein spielerisch starkes Ensemble funktioniert nicht von heute auf morgen – und vor allem bedarf es entsprechender Spielerqualität, die aber schlichtweg nicht in ausreichendem Maß vorhanden war.

Das allerdings – diesen Vorwurf müssen sich Wagner und die Klubführung unisono gefallen lassen – war auch schon vor der Saison erkennbar. Vor allem in der Offensive hat der Kader deutliche Limits. Ströll lenkt ein: „Das, was wir uns gewünscht haben, ist nicht aufgegangen.“

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Wie geht’s weiter?

In den kommenden Wochen soll nun eruiert werden, welchen Weg man in der Fuggerstadt künftig einschlagen möchte. Bis zur Winterpause soll Manuel Baum für Stabilität sorgen, in der Zwischenzeit trudeln bei Sportdirektor Benni Weber laut dem ‚kicker‘ seit Montag „Hunderte Namen“ ein, die erst einmal sinnvoll gesichtet werden müssen.

Vor allem wird es dabei um die Frage gehen, ob man lieber auf einen Visionär à la Wagner oder einen soliden Handwerker setzen möchte. Zur Erinnerung: Auch Ex-Coach Enrico Maaßen hatte es einst mit der feinen Klinge versucht, war aber nach wenigen Spieltagen zur Zweckmäßigkeit zurückgekehrt. Zu einem vergleichbaren Kompromiss war Wagner dieser Tage nicht bereit.

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