Skepsis über Bord: Reals neue Transfer-Strategie

Einst erkaufte man sich bei Real Madrid für viele Millionen das fertige Starensemble. Inzwischen hat ein Umdenken stattgefunden, dem aber nicht nur wirtschaftliche Ursachen zugrunde liegen.

Kylian Mbappé dreht jubelnd ab
Kylian Mbappé dreht jubelnd ab ©Maxppp

Nur zu gerne hätte Real Madrid im Sommer Kylian Mbappé (22) an Bord geholt. Ob das finale Angebot der Königlichen nun bei 150, 180 oder sogar jenseits der 200 Millionen lag, ist inzwischen Makulatur. Letztlich verweigerte Paris St. Germain die Freigabe und so wird Mbappé voraussichtlich im Anschluss an die laufende Saison ablösefrei ins Bernabéu wechseln.

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Und das ist durchaus bemerkenswert, denn in den vergangenen Jahren machte Real von diesem Modell nur im Fall David Alaba (29) Gebrauch. In aller Regel legt der spanische Rekordmeister mit Vorliebe eine Ablöse auf den Tisch.

Umdenken bei Real?

Laut einem Bericht der ‚Marca‘ hat dieses Vorgehen Methode. Die Sportzeitung verweist auf eine gewisse Skepsis der Real-Führung gegenüber ablösefreien Spielern: Kann der Spieler wirklich so gut sein, wenn er irgendwo in sein letztes Vertragsjahr geht? Ist er dem hohen Druck bei den Königlichen gewachsen?

Diese Denke sei inzwischen überholt. Stattdessen wolle Real den Markt der Ablösefreien nun stürmen. Neben Mbappé stehen nämlich auch Paul Pogba (28, Manchester United), Antonio Rüdiger (28, FC Chelsea) und Franck Kessié (24, AC Mailand) ganz oben auf der Liste.

Im Umkehrschluss bedeutet dies der ‚Marca‘ zufolge nicht, dass man das konventionelle Modell des Abwerbens aus den Augen verliert. Auch Erling Haaland (21) von Borussia Dortmund sei weiterhin ein Transferziel für den kommenden Sommer. Klar ist: Florentino Pérez hat die Fühler in viele Richtungen ausgefahren.

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