Super League-Kritik von Rummenigge: „Löst nicht die finanziellen Probleme“

Die Planung einiger europäischer Topklubs zur Gründung der sogenannten Super League stößt auch beim FC Bayern auf Unverständnis. Karl-Heinz Rummenigge hat nun Stellung bezogen.

Karl-Heinz Rummenigge ist Vorstandsboss beim FC Bayern
Karl-Heinz Rummenigge ist Vorstandsboss beim FC Bayern ©Maxppp

Obwohl der FC Bayern München zu den erfolgreichsten Klubs in Europa gehört, ist keine Teilnahme an der von einigen Topklubs vorangetriebenen Einführung einer Eliteliga geplant. „Der FC Bayern hat sich an den Planungen einer Super League nicht beteiligt. Wir sind davon überzeugt, dass die aktuelle Statik im Fußball eine seriöse Basis garantiert“, äußert Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge in einer offiziellen Vereinsmitteilung.

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Vielmehr will man beim deutschen Rekordmeister den geplanten Weg der UEFA gehen: „Der FC Bayern begrüßt die Reformen der Champions League, weil wir glauben, dass sie für die Entwicklung des europäischen Fußballs der richtige Schritt sind. Die modifizierte Vorrunde wird zu mehr Spannung und Emotionalität im Wettbewerb beitragen.“

Gerade Rummenigge dürften die Pläne sauer aufstoßen. Als ehemaliger Vorsitzender (von 2008 bis 2017) und mittlerweile Ehrenvorsitzender der European Club Association (ECA) war er maßgeblich daran beteiligt, den europäischen Fußball auf Vereinsebene zu schützen und zu fördern.

Super League keine Lösung gegen Corona

Der 65-Jährige prangert vor allem die fehlende Solidarität an: „Ich glaube nicht, dass die Super League die finanziellen Probleme der europäischen Klubs lösen wird, die durch Corona entstanden sind.“ Fast alle Gründungsmitglieder der Super League haben aufgrund der Pandemie massive Schuldenberge abzutragen.

Für Rummenigge wäre es in der Krise eher an der Zeit, das Rad zurückzudrehen. Er fordert: „Vielmehr sollten alle Vereine in Europa solidarisch daran arbeiten, dass die Kostenstruktur, insbesondere die Spielergehälter und die Honorare für die Berater, den Einnahmen angepasst werden, um den gesamten europäischen Fußball rationaler zu gestalten.“

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