Reservisten-Dasein: Gravenberch fehlt die Kommunikation

Beim FC Bayern fristet Ryan Gravenberch seit seiner Ankunft ein Reservistendasein. Einem Bericht zufolge vermisst der Mittelfeldspieler zudem die direkte Kommunikation.

Ryan Gravenberch schaut skeptisch drein
Ryan Gravenberch schaut skeptisch drein ©Maxppp

„Du willst spielen, aber der Trainer wählt andere Spieler. Ich habe das zu akzeptieren, doch es ist schwierig.“ Mit diesen Worten ließ Ryan Gravenberch vor wenigen Tagen aufhorchen.

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Der 20-jährige Sommerneuzugang ist unzufrieden mit seinen bisherigen Spielanteilen. Das ist isoliert betrachtet keine Besonderheit, schließlich wünscht sich jeder Spieler regelmäßige und vor allem länger andauernde Einsatzzeiten.

Doch Gravenberch vermisst offenbar noch etwas anderes. Dem Niederländer fehlen die Gespräche mit Trainer Julian Nagelsmann, berichtet der ‚kicker‘ in seiner heutigen Printausgabe.

Nagelsmann-Erläuterungen per Pressekonferenz

Stattdessen ließ sich Nagelsmann – nicht nur im Fall Gravenberch – zuletzt häufiger via Pressekonferenz über seine Spieler und deren Unzulänglichkeiten aus.

Diese Art und Weise stößt dem Vernehmen nach nicht nur Gravenberch übel auf. Nagelsmanns öffentliches Auftreten im Anschluss an schwächere Ergebnisse sei ein Thema in der Mannschaft, berichtete zuletzt die ‚Sport Bild‘. Der Cheftrainer gehe vor den Medien viel zu sehr ins Detail, anstatt die Punkte zunächst einmal intern anzusprechen. Als Beispiel nannte das Fachblatt die Kritik an Leroy Sanés Abschlussverhalten. Der Linksfuß solle den Ball lieber hoch als flach platzieren, wenn er frei vor dem Torwart steht. Dies sei eine „Frage der Technik“.

FT-Meinung

Gravenberch dürfte im Laufe der Saison seine Chancen erhalten, diese Problematik wird sich also irgendwann erübrigen. Überdenken sollte Nagelsmann seine Kommunikationswege, denn an diesen stößt sich nicht nur Gravenberch.

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