Nach geplatztem Real-Transfer: So steht es um Mbappé bei PSG

Hinter den Kulissen trug sich am Deadline Day ein wahrer Krimi um Kylian Mbappé zu. Real Madrid wollte sich den Superstar unbedingt schnappen, doch PSG ließ ihn nicht gehen. FT analysiert mit Unterstützung aus Frankreich die aktuelle Situation.

Kylian Mbappé auf dem Rasen
Kylian Mbappé auf dem Rasen ©Maxppp

Sieben Vertragsentwürfe sollen bei Real Madrid für Kylian Mbappé bereitgelegen haben. 200 Millionen Euro – manche behaupten sogar 220 Millionen – warteten darauf, an Paris St. Germain überwiesen zu werden. Geholfen hat alles nichts. PSG blieb hart und verweigerte den zweitteuersten Transfer der Fußballgeschichte.

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Mit dem französischen Hauptstadtklub ist gar nicht gut Kirschen essen, wenn die internationale Konkurrenz die eigenen Spieler anbaggert. „PSG weigert sich stets, seine besten Spieler an die Rivalen zu verkaufen“, erinnert Foot Mercato-Redakteur Matthieu Margueritte, „das war schon der Fall bei Thiago Silva, Marco Verratti, Marquinhos und Neymar – sie alle wurden in der Vergangenheit vom FC Barcelona umworben.“

Diesmal war es Barças Erzrivale Real, der in die Röhre guckte. Dass Mbappé ab Juli 2022 keinen Vertrag mehr hat, war seinem Arbeitgeber herzlich egal. „Die katarischen PSG-Besitzer haben ein großes Ego und dieses Ego leitet oft ihre Entscheidungen“, weiß Margueritte, „es war keine Überraschung, dass sie stur geblieben sind, Mbappé behalten und Reals Angebot ausgeschlagen haben.“

Kleine Resthoffnung

Aber wie geht es nun weiter zwischen PSG und seiner Sturm-Rakete? Wohl oder übel müssen sich beide Seite nun miteinander arrangieren. Die kleine Resthoffnung auf eine Verlängerung will man in der Grande Nation nicht aufgeben. „Es ist nicht ausgeschlossen, dass Mbappé seinen Vertrag verlängert“, bemerkt Margueritte, stellt aber fest: „Hier In Frankreich gehen wir schon davon aus, dass er 2022 ablösefrei nach Madrid wechselt.“

„Zum einen“, führt der Foot Mercato-Redakteur aus, „ist Real Mbappés großer Kindheitstraum und wird es bleiben. Zum anderen wäre er bei den Königlichen der Star schlechthin und stünde nicht im Schatten von Lionel Messi und Neymar.“

Kein Kabinen-Ärger

Bleibt noch die Frage, wie sich der Mbappé-Trubel auf das Innenleben der PSG-Mannschaft auswirkt. Hat es sich der 22-Jährige nun mit seinen Kollegen verscherzt? Margueritte schließt das aus: „Die Mannschaft ist froh, dass er geblieben ist. Jeder weiß, wie wichtig Mbappé für den Erfolg ist.“ Wie dieser Erfolg auszusehen hat, ist allen klar: Der Champions League-Titel soll endlich her – das wird auch Mbappé so sehen.

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