Nur ein halbes Jahr spielt Thomas Müller in der MLS, schon könnte er Meister werden, wäre da nicht noch Lionel Messi. Indes erhebt Daniel Farke schwere Vorwürfe an Manchester City. Die FT-Presseschau am Sonntag.
Weltmeister samma
Thomas Müller (36) und die Vancouver Whitecaps haben im Conference Final Gegner San Diego überraschend souverän mit 3:1 besiegt und damit das Traumfinale in der MLS perfekt gemacht. Kurz zuvor hatte sich Inter Miami um Lionel Messi (38) beim 5:1 gegen New York City schon einmal für das Duell um den Titel warmgeschossen.
Am kommenden Samstag um 20:30 Uhr deutscher Zeit treffen Müller und Messi dann im Finale aufeinander. Erinnerungen an das WM-Finale 2014 werden wach, aus dem am Ende Müller als Sieger hervorgegangen war. Natürlich ist das Finale der MLS-Saison eine Nummer kleiner, wie auch Müller bei ‚AppleTV‘ verdeutlicht: „Das Spiel wird gerade etwas wichtiger gemacht als es ist. Es geht nicht um Messi gegen Thomas Müller, sondern um Miami gegen die Whitecaps.“ Dennoch versetzt das anstehende Traumfinale zumindest Vancouver in Ekstase. Videos nach dem Conference Final zeigen den typischen jubelnden, witzelnden Müller. Verstecken muss er sich mit den Whitecaps nicht. Wenn einer weiß, wie man Messi schlagen kann, dann ja wohl der Weltmeister von 2014.
Wo ist die Fairness?
Erst in der Nachspielzeit hat Manchester City am gestrigen Samstag gegen Leeds United den 3:2-Siegtreffer erzielt. Zuvor hatten die Skyblues eine 2:0-Führung aus dem ersten Abschnitt in Hälfte zwei hergeschenkt und die Partie beinahe komplett aus der Hand gegeben. Das wollte Gianlugigi Donnarumma (26) in der 57. Minute laut Leeds-Trainer Daniel Farke verhindern. Der Italiener ging zu Boden und ließ sich behandeln. Für Farke eine klare Sache: „Jeder weiß, warum er zu Boden gegangen ist. Das ist nicht der Elefant im Raum, es war offensichtlich.“ Der deutsche Trainer bezichtigt den Keeper der Schauspielerei.
„Ob das im Sinne des Fairplay ist? Da habe ich meine Zweifel. Es ist die Aufgabe der Verantwortlichen, eine Lösung zu finden“, so Farke. Sein Trainer-Kollege Pep Guardiola stimmte dem 49-Jährigen sogar zu, dass solche Schauspieleinlagen generell nicht in Ordnung sind: „Wenn wir unseren Spielern im Fußball nicht beibringen, wie sie sich in Bezug auf Fairplay, Sportlichkeit und was auch immer verhalten sollen, und wenn wir nur versuchen, die Regeln zu beugen und sogar eine Verletzung vortäuschen, um eine zusätzliche Teambesprechung zu erreichen, dann gefällt mir das persönlich nicht“, so der Spanier. Dass Donnarumma gar nicht wirklich verletzt war, wollte der Trainer der Skyblues dennoch selbstredend nicht bestätigen.