Die Hinrunde in der Bundesliga ist so gut wie beendet. Zeit für eine Zwischenbilanz. Für drei Trainer fällt diese mit Blick auf ihre Jobsicherheit kritisch aus.
Dino Toppmöller
Schon zur Winterpause war der Coach von Eintracht Frankfurt aufgrund zu vieler Gegentore und schwankender Leistungen angezählt. Beim Start in die Rückrunde zeigte sein Team zwar ordentliche Leistungen gegen Dortmund (3:3) und Stuttgart (2:3) – fing sich aber eben erneut je drei Gegentore und holte nur einen Punkt. Der Rückstand des Tabellensiebten auf die Europacup-Plätze wächst.
Am Freitag (20:30 Uhr) sollte im Krisenduell bei Werder Bremen also tunlichst die Trendwende her. Nach FT-Infos tauschte sich die Eintracht schon vor Weihnachten mit Ex-BVB-Trainer Edin Terzic aus. Anschließend gab es öffentliche Bekenntnisse zu Toppmöller, der jedoch auch weiß, dass sein Kredit aus der Vorsaison irgendwann aufgebraucht ist.
Horst Steffen
Auch für Werders Coach ist das Freitagabendspiel gegen die Eintracht richtungsweisend. Werder ist seit sechs Spielen sieg- und seit drei Partien torlos. Obendrein hängt laut der ‚DeichStube‘ „der Kabinen-Segen gewaltig schief“. Steffens Arbeit werde kritisch hinterfragt.
Im Sommer verlor Werder wichtige Spieler und leistete sich einige Transferflops. Steffen machte daraus zunächst das Beste, nun zeigt die Form- und Stimmungskurve aber klar nach unten. Rutscht Werder richtig tief in den Abstiegskampf, wird ein Trainerwechsel womöglich schon bald konkretes Thema. Das Programm zum Jahresauftakt hat es in sich.
Lukas Kwasniok
Der Entwicklung des FC verlief beinahe parallel zu der von Werder. Stark angefangen und noch stärker nachgelassen, könnte man behaupten. Am Samstag (15:30 Uhr) steht das Duell gegen den Tabellen-16. Mainz 05 an. Verliert der FC, ist der Vorsprung auf den Relegationsplatz auf zwei Punkte geschmolzen.
Laut der ‚Bild‘ sollte sich Lukas Kwasniok keine hohe Pleite leisten, sofern er seinen Job behalten will. Die Ultras stellen den Trainer längst infrage, von Sporchef Thomas Kessler gibt es bislang Rückendeckung. Denn: Platz zwölf ist für einen Aufsteiger noch immer ein ordentlicher Zwischenstand.
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