Werner in der Sackgasse – Ausweg Bundesliga?

Timo Werner hat seinen Stammplatz beim FC Chelsea verloren. Die Gerüchte um eine Rückkehr in die Bundesliga mehren sich. Eine Bestandsaufnahme.

Timo Werner spielt seit 2020 für Chelsea
Timo Werner spielt seit 2020 für Chelsea ©Maxppp

27 Scorerpunkte in 52 Pflichtspielen und der Gewinn der Champions League: Timo Werners erste Saison beim FC Chelsea sieht auf den ersten Blick prima aus. Aber: Mit zahlreichen vergebenen Großchancen machte sich der deutsche Nationalstürmer keinen guten Namen auf der Insel.

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Chelsea reagierte und holte Romelu Lukaku (28) zurück nach London. Seit der Ankunft des 115-Millionen-Manns spielte Werner nur noch neun Minuten in vier Spielen, seinen Status als Mittelstürmer Nummer eins ist er womöglich für immer los.

Immerhin: In der Nationalmannschaft setzte der neue Bundestrainer Hansi Flick voll auf den 25-Jährigen, der in den Partien gegen Liechtenstein (2:0), Armenien (6:0) und Island (4:0) jeweils traf, aber auch erneut riesige Möglichkeiten liegen ließ. Das fehlende Selbstvertrauen war Werner anzumerken.

Bundesliga-Interesse

Wie geht es nun weiter für den gebürtigen Stuttgarter? Seine Perspektive bei Chelsea ist überschaubar, wohl nur eine Systemumstellung hin zu zwei Angreifern könnte helfen – oder ein Wechsel. Bei den Bundesliga-Klassenbesten FC Bayern und Borussia Dortmund wurde Werner schon gehandelt.

‚Sport1‘ wird nicht müde, Werner mit den Münchnern in Verbindung zu bringen. Aus dem Podcast ‚Meine Bayern-Woche‘ geht hervor, dass der pfeilschnelle Rechtsfuß „ein Thema“ beim Rekordmeister ist. Mit Julian Nagelsmann ist der große Förderer aus Leipziger Tagen mittlerweile Trainer an der Isar.

Vorgeschichte mit den Bayern

Großes Aber: Schon 2020, vor dem Wechsel auf die Insel, wurde Werner bei den Bayern gehandelt. Der Torjäger sagte öffentlich ab, FCB-Sportvorstand Hasan Salihamidzic erklärte daraufhin, dass Werner „mehr Räume“ benötige, als es bei den Bayern gebe, weshalb er nicht zum Spiel der Münchner passe.

Überlegt man es sich beim FCB nun anders und holt Werner mit Verspätung doch noch, würden Brazzo diese Worte auf die Füße fallen. Die übliche Floskel „zu einhundert Prozent überzeugt“ vom Neuzugang zu sein, könnte man sich sparen. Ein Ausschlusskriterium ist diese Vorgeschichte dennoch nicht.

Auch der BVB hat Zweifel

Die ‚Sport Bild‘ brachte Werner in ihrer jüngsten Ausgabe zudem mit dem BVB in Verbindung. Die Schwarz-Gelben benötigen im kommenden Sommer aller Voraussicht nach einen Nachfolger für Erling Haaland (21) im Sturmzentrum. Total begeistert sei man von Werner allerdings auch nicht.

Dazu kommt, dass der 45-fache Nationalspieler bei Chelsea bis zu 20 Millionen Euro pro Saison verdienen soll. Viel zu viel für Schwarz-Gelb, die obendrein noch eine Ablöse zahlen müssten. Und auch die Bayern tun sich in Pandemie-Zeiten schwer, solche Gehälter zu überweisen. Werners Lage bleibt also fürs erste verzwickt.

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