Eine „Fast-Blamage“, die Sorgen bereitet: DFB-Elf in der Kritik
Der Auftritt der deutschen Nationalmannschaft sorgte gestern Abend vor allem im ersten Abschnitt für verdutzte Gesichter. Auch in der Presse wird mit der DFB-Mannschaft abgerechnet.
Vor wenigen Wochen hatte das deutsche Team selbst bekräftigt, im kommenden Jahr den WM-Titel in Angriff nehmen zu wollen. Nach den ersten 45 Minuten gestern gegen Luxemburg ein Ziel, das nahezu grotesk wirkt. Luxemburg war das klar bessere Team, Deutschland hatte Glück, dass es ohne Treffer in die Kabinen ging. „Wir haben in der ersten Hälfte nicht alles von Anfang an reingeworfen“, so Julian Nagelsmann bei ‚RTL‘, der „zwei oder drei Chancen“ gesehen hatte, „wo sie eigentlich in Führung gehen müssen“.
Durch eine kleine Leistungssteigerung und Doppelpacker Nick Woltemade (23) gewann das DFB-Team letztlich mit 2:0. Die Performance war aber mehr als ein Schuss vor den Bug. Das Spiel krankte in allen Bereichen, lediglich Torhüter Oliver Baumann (35) strahlte wieder einmal die nötige Sicherheit aus. Kein Wunder also, dass auch die Presse hart mit der deutschen Nationalmannschaft ins Gericht geht.
„Woltemade verhindert Katastrophe“
Der ‚kicker‘ berichtet von einer „Fast-Blamage“, die „alles andere als ein Mutmacher“ sei. Noch etwas drastischer formuliert es die spanische ‚AS‘: „Woltemade verhindert eine Katastrophe. Ein Doppelpack von Woltemade bewahrte Deutschland vor einer Nacht, die beinahe zu einem sehr dunklen Kapitel in der Geschichte des viermaligen Weltmeisters geworden wäre“, so das Fazit der Sportzeitung. Auch die ‚SZ‘ sieht in ihrem Fazit einen glücklichen Erfolg des DFB-Teams: „Ein 2:0-Sieg, der zwei bis drei Tore zu hoch ausfällt“, so die Tageszeitung.
Das Positive aus deutscher Sicht sind die drei Punkte, wodurch Deutschland dem Ziel der WM-Teilnahme ein großes Stück näher gekommen ist. Am Montag (20:45 Uhr) reicht gegen die Slowakei ein Remis für die Qualifikation. Dafür ist allerdings eine Leistungssteigerung nötig. Noch ist offen, ob die dringend benötigten Führungsspieler Joshua Kimmich (30) und Nico Schlotterbeck (25) dann wieder einsatzbereit sind. Sie haben gestern an allen Ecken und Enden gefehlt.
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