Barça: Rückkehr von Fati weckt Hoffnung

Fast ein Jahr lang war Ansu Fati zum Zuschauen verdammt. Gestern feierte der Youngster seine Rückkehr auf den Platz und trug sich umgehend in die Torschützenliste ein.

Ansu Fati wird von seinen Teamkollegen für einen Treffer gefeiert
Ansu Fati wird von seinen Teamkollegen für einen Treffer gefeiert ©Maxppp

Nach 323 Tagen kehrte Ansu Fati am gestrigen Sonntag zurück in den Kader des FC Barcelona. Für viele Personen rund um den kriselnden Klub ist Fati der Hoffnungsträger für eine erfolgreiche Zukunft. Seit dieser Saison trägt der hochtalentierte Flügelspieler die Rückennummer 10 und tritt damit das schwere Erbe von Lionel Messi an.

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In der 81. Spielminute war es dann so weit. Mit stehenden Ovationen empfingen die Zuschauer im Camp Nou Fati, der für Luuk de Jong eingewechselt wurde. Die Rückkehr des trickreichen Außenbahnspielers wurde von den Fans sehnsüchtig erwartet. Der 18-Jährige dankte es dem Publikum in der Nachspielzeit mit einem tollen Treffer zum 3:0-Endstand.

Medien schüren hohe Erwartungen

Die ‚Mundo Deportivo‘ nannte Fatis Comeback eine „kolossale Rückkehr“ und titelt „Die Party der Zehn“. Auch die ‚as‘ freut sich auf „die Rückkehr der Zehn“. Auf der Titelseite der ‚Sport‘ heißt es schlicht „Ansu Ansu Ansu“, angelehnt an die euphorischen Jubelschreie der Barça-Fans im Stadion. Die Medienlandschaft liegt dem jungen Ausnahmespieler zu Füßen, legt ihm aber gleichzeitig auch eine große Last auf die Schultern.

Den künftigen Erfolg der Blaugrana mit Fatis Leistung zu verknüpfen, wäre ungerecht. Zum einen kommt der Rechtsfuß in seiner Karriere erst auf 43 Pflichtspieleinsätze im Profifußball, zum anderen setzte ihn eine Meniskusverletzung gerade erst knapp ein Jahr außer Gefecht. Ihn zum Heilsbringer emporzuheben könnte dementsprechend nach hinten losgehen.

Ronald Koeman will Fati weiterhin vorsichtig in den Spielbetrieb einbauen. „Ansu kann sich nicht in zwei Spielen oder zwei Wochen erholen, wir müssen vorsichtig sein und dem Spieler helfen“, so der in die Kritik geratene Trainer. Dass der Rückkehrer dem Team helfen wird, weiß aber auch der Niederländer: „Er wird uns viel Qualität geben, aber nach und nach.“

Fatis gesunde Bescheidenheit

Einem Höhenflug wollte sich Fati nach der Begegnung mit UD Levante nicht hingeben. „Ich hätte mir ein solches Comeback nicht vorstellen können. Ich bin den Ärzten und Physiotherapeuten, die mich in diesen langen Monaten begleitet haben, sehr dankbar und den Fans, die auch unglaublich waren“, sagte der spanische Nationalspieler bescheiden gegenüber vereinseigenen Medien.

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