Jubel und Frust nach Reals Sieg im Clásico | Wieder VAR-Ärger in England

Real Madrid schießt sich mit einem 3:1-Sieg im Clásico gegen den FC Barcelona vorerst aus der Krise, die Katalanen hingegen sind frustriert über den Schiedsrichter und auch in England sorgen die Unparteiischen, insbesondere der VAR, einmal mehr für Gesprächsstoff. FT präsentiert das Neueste aus der internationalen Sportpresse an diesem Sonntag.

Die Presseschau vom 25. Oktober
Die Presseschau vom 25. Oktober ©Maxppp

Real atmet auf

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Nach den peinlichen Niederlagen gegen den FC Cádiz (0:1) und Shakhtar Donetsk (2:3) muss der 3:1-Auswärtssieg gegen den FC Barcelona wie eine Befreiung für das Team von Zinedine Zidane gewirkt haben. Die spanische ‚as‘ titelt mit viel Pathos: „Die Merengues sind wiedergeboren und demonstrieren ihre Autorität eines Champions auf dem Platz ihrer schlimmsten Feinde“. Für die ‚Marca‘ ist der „Coup“ im Camp Nou für Real wie ein „Adrenalinrausch“. Auf mögliche Zweifel an der Zukunft von Zidane als Trainer der Königlichen nahm die französische ‚L’Équipe‘ Bezug: Der Star-Coach habe „seine Kritiker zum Schweigen“ gebracht. In der Tat sollte Zidane nach dem überzeugenden Sieg im Prestigeduell erst einmal wieder fest im Sattel sitzen.

Barca verärgert über Schiedsrichter

Ganz anders sieht die Stimmung beim FC Barcelona aus. Der gesamte Ärger entlädt sich dabei vor allem auf Schiedsrichter Juan Martínez Munuera, wie sich auch in den Schlagzeilen in Spanien widerspiegelt. Die Zeitung ‚Sport‘ spricht von einem „gestohlenen Clásico“: „Martínez Munuera gibt Madrid den Sieg, indem er den Sturz von Ramos im Barcelona-Strafraum pfeift.“ Beim Stand von 1:1 war Ramos von Barca-Verteidiger Clément Lenglet gehalten und zu Fall gebracht worden. Den anschließenden Strafstoß verwandelte Ramos selbst zum 2:1. „Koeman explodiert“, schreibt die ‚Mundo Deportivo‘ in Bezug auf den Trainer der Blaugrana, der nach dem Spiel noch mit dem Offiziellen diskutierte. „Warum gibt es den VAR immer gegen Barça? Haben Sie letzte Woche die Bilder gegen Getafe gesehen? Zwei Eingriffe, jedes Mal ist der VAR gegen uns“, regte sich der Niederländer auf.

Auch Lampard mit Kritik am VAR

In England vergeht mittlerweile kein Spieltag, ohne dass der Videoassistent für heftige Proteste und Diskussionen sorgt – so auch in dieser Woche im Spiel zwischen dem FC Chelsea und Manchester United (0:0). Dort wurde Chelseas César Azpilicueta im Sechszehnmeterraum strafwürdig gefoult, doch die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm. „Die Grenzen des Videoassistenten“ sind heute Thema im ‚Daily Star‘, die ‚Daily Mail‘ fordert gar „Hilfe, um den Videoassistenten zu reparieren“. Chelsea-Coach Frank Lampard zeigte sich unzufrieden mit der Entscheidung: „Es war eindeutig ein Elfmeter. Ich weiß, es ist eine schwierige Entscheidung für den Schiedsrichter auf dem Feld, aber deswegen haben wir den VAR ins Spiel gebracht. Es wäre schnell gegangen, das zu überprüfen. Er hätte sich die Zeitlupe anschauen und den Elfmeter geben müssen.“

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