FT-Kurve UEFA Nations League

Frankreich hat ein Zidane-Problem | Irre Bayern-Serie gerissen

Die Anstellung von Zinedine Zidane als Nachfolger von Didier Deschamps könnte sich aus einem kuriosen Grund deutlich verzögern und beim FC Bayern reißt eine 44-jährige Serie. Die FT-Presseschau am Donnerstag.

von Martin Schmitz
2 min.
Die FT-Presseschau am 16.07.2026 @Maxppp

Ministerin richtet über Zidane

Dass Zinedine Zidane im Anschluss an die Weltmeisterschaft Didier Deschamps als Trainer der französischen Nationalmannschaft beerben wird, gilt als offenes Geheimnis. Sollte der Vertrag des Ex-Profis jedoch noch nicht unterzeichnet sein, könnte sich das noch eine ganze Weile hinziehen. Grund dafür ist das neue Gesetz über die Governance des Profisports, das am 8. Juli in Kraft getreten ist und für die Vergütung von Führungskräften und Mitarbeitern der Sportverbände laut ‚L’Équipe‘ „eine Obergrenze von 450.000 Euro brutto jährlich festgelegt hat, die der des Vorstandsvorsitzenden eines staatlichen Industrie- und Handelsunternehmens entspricht“.

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Mehr dürfte auch Nationalheld Zidane nicht kassieren. Didier Deschamps verdient aktuell das Zehnfache dieses Maximums. Einen Ausweg aus der Problematik gibt es aber. Per Gesetz dürfen Ausnahmegenehmigungen erteilt werden, was der französische Verband in diesem Fall sicher anstreben wird. Diese Entscheidung bedarf der Zustimmung von Marina Ferrari, Ministerin für Sport, Jugend und Gemeinschaftsleben. Am gestrigen Mittwoch äußerte sich Ferrari gegenüber ‚France 2‘ vielsagend: „Meiner Meinung nach ist Zidane eine gute Wahl. Aber Sie wissen ja, es ist nicht Aufgabe des Sportministers, zu entscheiden, wer Trainer der Équipe Tricolore wird.“

England-Aus auch bitter für Bayern

Die Niederlage der Three Lions im Halbfinale der WM gegen Argentinien (1:2) am gestrigen Mittwochabend war nicht nur für England Grund zur Trauer, sondern kratzt auch ein kleines bisschen am Selbstverständnis des FC Bayern. Mit dem Ende der Titelträume von Thomas Tuchel und Co. endete auch eine 48 Jahre andauernde und laut ‚Bild‘ „völlig irre“ Serie, die den Münchnern gut gefallen haben dürfte. Denn zum ersten Mal seit der WM 1978 wird in diesem Jahr kein Spieler des deutschen Rekordmeisters im Endspiel auf dem Platz stehen.

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Harry Kane war der letzte verbliebene Bayern-Spieler, der die Serie hätte fortführen können, nachdem einen Tag zuvor Michael Olise und Dayot Upamecano mit Frankreich gegen Spanien (0:2) ausgeschieden waren. Upamecano stand noch als einziger Münchner im Finale 2022, verlor aber gegen Argentinien (5:7 n.E.). Eine noch längere Serie bleibt jedoch bestehen, denn mit der Niederlage wartet England auch noch mindestens bis 2030 auf den zweiten WM-Titel nach 1966.

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