FT-Kurve La Liga

Transferzeugnis: Real ohne Fehlschuss

Spätestens seit dem Clásico ist Real Madrid der Favorit auf die Meisterschaft in Spanien. Unter Xabi Alonso überzeugen die Königlichen – das liegt unter anderem an den Neuzugängen.

von Dominik Sandler
3 min.
Franco Mastantuono jubelt mit dem Team @Maxppp

Trent Alexander-Arnold (27) – Note 3

Zehn Millionen Euro ließ sich Real Madrid die Dienste von Alexander-Arnold nur für die Klub-WM kosten, anschließend wäre er ablösefrei gewesen. Der Engländer war beim FC Liverpool ein Garant für gefährliche Standards, scharfe Flanken und viel Offensivdrang. Bei den Königlichen hält er sich noch etwas zurück, zum Start der neuen Saison durfte er nach einer ordentlichen Klub-WM nur in zwei von fünf Spielen von Beginn an ran. Anschließend warf ihn eine Oberschenkelverletzung zurück.

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Dean Huijsen (20) – Note 2,5

Der teuerste Neuzugang der Blancos ist in der Innenverteidigung gesetzt – und das nicht nur, weil viele Stammkräfte verletzt ausfallen. Huijsen benötigte keinerlei Anlaufzeit und ist in der Defensive eleganter Taktgeber sowie absolutes Zweikampfmonster. Damit wäre er eigentlich ein sicherer Einser-Kandidat. Doch bei 15 Auftritten wurde er insgesamt schon zweimal mit Rot vom Platz geschickt. Zum Teil geht der Spanier noch zu ungestüm in die Duelle. Das führt zum Punktabzug.

Álvaro Carreras (22) – Note 2

Rückkehrer Carreras hat auf seiner linken Seite die Nase vorn, Fran García (26) und Ferland Mendy (30) sind klar im Hintertreffen. Der Linksfuß verpasste in der Liga lediglich acht Minuten, in der Champions League schonte Xabi Alonso ihn gegen Kairat Almaty (5:0). Wie bei TAA fehlt auch bei Carreras noch der ganz große Drang nach vorne, der allerdings gar nicht unbedingt erwünscht ist, da sich in der Offensive genügend Qualität tummelt. Gegen Atlético Madrid (2:5) zeigte Carreras gemeinsam mit seinen Mitspielern eine schwache Vorstellung. Ansonsten ist er eine sichere Bank, die Alonso taktisch flexibel zu nutzen weiß.

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Franco Mastantuono (18) – Note 2,5

Gerade zu Beginn der Saison durfte Mastantuono beim Weißen Ballett überraschend oft starten und wirbelte auf der rechten Seite. Was dem jungen Argentinier noch fehlt, ist die Entschlossenheit vor dem Tor. Nach elf Einsätzen – acht davon in der Startelf – stehen ein Treffer und eine Vorlage auf dem Konto. Da ist noch viel Potenzial für mehr. Im Clásico blieb Mastantuono 90 Minuten auf der Bank. Ein klares Zeichen, dass Alonso in den wichtigen Spielen eher anderem Personal Vertrauen schenkt. Noch.

Alonso und die jungen Wilden

Alonso macht da weiter, wo er bei Bayer Leverkusen aufgehört hat. Der Druck bei den Königlichen ist natürlich deutlich größer, der Erfolg gibt ihm aber recht. Nach dem klaren 0:4 im Halbfinale der Klub-WM gegen Paris St. Germain fand Real zu Beginn der Saison sofort in die Spur, lediglich das 2:5 gegen Atlético fällt aus der Reihe. Alonso hat die Neuzugänge gut integriert und das Team verjüngt, gänzlich ohne Zwischengeräusche – etwa bei Vinicius Junior (25) – kommt auch der 43-Jährige aber nicht aus.

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