Kaderplanung: Die Baustellen beim BVB

Der Transfer von Thomas Meunier ist schon perfekt, mit Jude Bellingham ist sich der BVB zudem einig. Doch unter gewissen Voraussetzungen könnten noch mehr Deals über die Bühne gehen.

Michael Zorc ist Manager des BVB
Michael Zorc ist Manager des BVB ©Maxppp

Die Kaderplanung bei Borussia Dortmund steht und fällt mit der Personalie Jadon Sancho (20). Sollte der englische Ausnahmekönner schon in diesem Sommer verkauft werden, böten sich Michael Zorc ganz neue wirtschaftliche Möglichkeiten.

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„Sollte Jadon gehen, würden wir im Offensivbereich noch einmal tätig werden. Es gibt sicherlich den einen oder anderen Spieler, den wir im Visier haben“, sagt der Sportdirektor im ‚kicker‘. Der Angriff ist nicht die einzige Baustelle beim BVB. FT macht den Check.

Abwehr

Den Abgang von Rechtsverteidiger Achraf Hakimi (21) versucht Schwarz-Gelb mit Thomas Meunier (28, ablösefrei, PSG) aufzufangen. Innenverteidiger Leonardo Balerdi (21) steht vor dem Abschied, Manuel Akanji (24) und Transfer-Flop Nico Schulz (27) gelten zudem als Wechselkandidaten. Ein weiterer Top-Mann für die Innenverteidigung stünde dem BVB gut zu Gesicht.

Mittelfeld

Die Mittelfeldbesetzung in Dortmund ist bereits üppig. Mit dem 17-jährigen Jude Bellingham ist zudem ein Top-Talent im Anflug. Klappt der 23 Millionen Euro teure Deal, sind im Zentrum keine weiteren Transfers nötig – auch, wenn die ‚Sport Bild‘ zuletzt Thomas Delaney (28) als potenziellen Abgang aufführte.

Angriff

Geht Sancho, muss Ersatz her. Ferran Torres (20) vom FC Valencia hat es dem BVB angetan, auch am vereinslosen Angel Gomes (19, zuletzt Manchester United) ist man dem Vernehmen nach dran. Zudem fehlt ein Backup für Mittelstürmer Erling Haaland (19). In diesem Zusammenhang fällt immer wieder der Name des 20-jährigen Mexikaners José Macías (Chivas). Nachwuchshoffnung Youssoufa Moukoko (15) soll bald mit den Profis trainieren. Denkbar, dass für ihn ein Kaderplatz freigehalten wird.

Fazit

Das BVB-Aufgebot ist stark, aber nicht vollendet. Insbesondere in Abwehr und Angriff könnte Handlungsbedarf entstehen. Klar ist aber auch, dass die Westfalen vernünftig wirtschaften müssen. Selbst wenn Sancho für 120 Millionen Euro verkauft werden sollte, würde nicht die gesamte Summe reinvestiert werden.

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke unterstreicht jedenfalls: „Wir wissen nicht, wie lange wir mit dem Thema (Coronakrise, Anm. d. Red.) noch zu tun haben, deswegen sollte man vorsichtiger sein, wenn man keinen Staat oder Multimilliardär im Rücken hat.“ Gut für den BVB: Das Transferfenster schließt erst am 5. Oktober. So bleibt noch viel Zeit, um an einigen Stellschrauben zu drehen. Transferüberraschungen sind dabei nicht ausgeschlossen.

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