FT-Kurve Bundesliga

BVB-Einkauf: Die drei wichtigsten Antworten zu Veerman

Borussia Dortmund holt den Niederländer Joey Veerman von der PSV Eindhoven, um sein Mittelfeld zu verstärken. FT trifft dazu eine erste Einordnung.

von Lukas Hörster
2 min.
Joey Veerman mit BVB-Wappen 2627 @Maxppp

Wie kann Joey Veerman dem BVB helfen?

Veerman weiß, wo der Ball in welcher Spielsituation hin muss und hat die technischen Fähigkeiten, das auch umzusetzen. Egal ob in die tiefere oder höhere Position, der Rechtsfuß wählt fast immer die richtige Option zwischen langem und kurzem, hartem oder weichem, Quer- oder Steilpass. Dieser Spielertyp fehlt bisher im BVB-Kader. Felix Nmecha (25), Jobe Bellingham (20) und Marcel Sabitzer (32) sind eher Zocker, Dynamiker und Kämpfer denn Strategen.

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Außerdem ist Veerman ein starker Standardschütze und torgefährlich: In der vergangenen Saison waren es acht Tore und 14 Assists in der Eredivisie auf dem Weg zu seinem dritten Meistertitel mit der PSV Eindhoven.

Sind 20 Millionen für Joey Veerman angemessen?
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Defensiv weiß sich Veerman dank Spielverständnis und seinen robust gebauten 1,85 Meter ebenfalls zu behaupten. Außerdem bringt er Erfahrung aus 16 Länderspielen und 23 Einsätzen in der Champions League mit.

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Welche Schwächen hat Joey Veerman?

Doch dafür, dass Veerman bis 27 und trotz laut eigener Aussage „jahrelangem“ Wechselwunsch noch immer in der international zweitklassigen Eredivisie unterwegs war, muss es Gründe geben. Ein oft zu hörender Vorwurf aus dem PSV-Umfeld: Gegen stärkere Gegner als jene in den Niederlanden hat Veerman prompt Probleme.

Der niederländische Ex-Profi und heutige TV-Experte Kees Kwakman sagt etwa bei ‚ESPN‘ über Veerman: „Ich hoffe, er kann jetzt auch in einer Liga, in der schneller gespielt wird, zeigen, was er kann. Seine Reaktionsgeschwindigkeit muss sich verbessern, alles muss dort schneller gehen.“ Denn: „Es gab natürlich sehr viele Spiele, in denen wir gesehen haben, dass wenn es schneller zugeht, dass es dann schwieriger für ihn wird.“ Sicherlich auch Grund dafür, dass Veerman sein letztes Länderspiel vor über zwei Jahren bestritt.

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Ist Joey Veerman sein Geld wert?

Die FT-Meinung lautet: ja. Der BVB legt die festgeschriebenen 20 bis 22 Millionen auf den Tisch und bekommt dafür einen Spieler im besten Alter, der sofort gute Karten auf einen Stammplatz im Mittelfeldzentrum hat. Davon gibt es zu diesem Preis auf dem Markt aktuell kaum welche. Veerman soll im besten Fall eine Sofortverstärkung sein.

Trotzdem bleibt vorerst die Frage im Raum, wie schnell sich Veerman an die Bundesliga gewöhnt. Sollte der Ballmagnet nicht einschlagen, könnte er aber in einem Jahr auch wieder ohne riesigen Verlust weiterverkauft werden. Denn mindestens für Spitzenteams in kleineren Ligen ist er ein Topspieler.

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