„Heftige Veränderungen“: Eberls Transfer-Prognose

Borussia Mönchengladbach will sich von der Corona-Pandemie nicht in die Knie zwingen lassen: Leistungsträger sollen gehalten werden, Investitionen sind nicht ausgeschlossen. Allein der Maßstab wird neu justiert.

Max Eberl ist Sportdirektor in Gladbach
Max Eberl ist Sportdirektor in Gladbach ©Maxppp

Max Eberl hat sich zu den Auswirkungen der Coronakrise auf den anstehenden Transfermarkt geäußert. „Kurzfristig erwarte ich heftige Veränderungen und einen Einbruch des Transfermarktes“, wagt der Manager von Borussia Mönchengladbach im Gespräch mit dem ‚Stern‘ eine Prognose.

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Eberl glaubt, es könne „den ein oder anderen Mega-Deal geben – aber mit einem durchschnittlichen Spieler wird man nicht mehr diese Preise erzielen wie zuvor. Wir werden eine Korrektur erleben.“

Auch in den eigenen Reihen finden sich begehrte Spieler, Stürmer Alassane Plea hat etliche Verehrer in der Premier League. Im Januar soll der FC Barcelona bereit gewesen sein, 40 bis 50 Millionen Euro für Plea zu zahlen – in diesem Sommer wohl undenkbar.

„Kader zusammenhalten“

Ohnehin plant die Borussia trotz der wirtschaftlich schwierigen Lage keine Verkäufe von Leistungsträgern, wie Eberl betont: „Unser Ziel ist es, den bestehenden Kader zusammenzuhalten, mit dem wir super zufrieden sind“

Beim Thema Neuzugänge will der Bundesligadritte zunächst die Füße stillhalten und den weiteren Saisonverlauf abwarten: „Wenn wir dann noch sportlichen Erfolg haben sollten und die Europa League oder sogar die Champions League erreichen sollten, dann können wir überlegen, etwas Geld zu investieren. Aber das wäre Schritt zwei oder drei.“

Der erste Schritt sei es gewesen, „dass wir überhaupt wieder Fußball spielen. Das ist ein Erfolg. Die ganze Sportwelt schaut auf die Bundesliga, wie wir das machen. Und jetzt heißt es für uns, verantwortungsvoll und achtsam mit dieser Aufgabe umzugehen.“ Die nächste Möglichkeit dazu bietet sich am Samstag, dann empfängt Gladbach den Rheinrivalen aus Leverkusen.

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