Bei Borussia Dortmund läuft es ergebnistechnisch betrachtet rund. Im Sommer droht dennoch ein großer Umbruch. FT wirft einen Blick auf die möglichen Abgänge.
Wahrscheinlich weg
Gleich drei Spieler kommen bei Borussia Dortmund in dieser Saison fast überhaupt nicht zum Zug. Niklas Süle (30) profitiert immer mal wieder von Verletzungen in der Abwehr. Sein Vertrag läuft aus, das hohe Gehalt ist ein Grund für die fehlende Perspektive bei Schwarz-Gelb.
Auch so gut wie sicher ist der Abschied von Almugera Kabar (19). Der Linksverteidiger sollte eigentlich schon im Winter zum Hamburger SV wechseln, fiel aber durch den Medizincheck. Im Sommer soll ein weiterer Anlauf folgen. Der Dritte im Bunde ist Salih Özcan (28), der wie Süle nur noch wenige Monate unter Vertrag steht. Zuletzt kam der türkische Nationalspieler wieder auf Einsätze und wurde für die Champions League nachnominiert. Im Sommer ist dennoch Schluss.
Auf der Kippe
Für Sebastian Kehl und Lars Ricken steht in den kommenden Wochen viel Arbeit an. Wie bei Süle und Özcan endet nach aktuellem Stand auch das Arbeitsverhältnis mit Julian Brandt (29) und Kapitän Emre Can (32). Bei beiden sind die Leistungen in den kommenden Wochen entscheidend. Unisono könnten sie sich einen Verbleib vorstellen, auch Dortmund ist noch verhandlungsbereit. Dennoch sind die beiden unter Druck.
Ähnlich stellt sich die Situation bei Karim Adeyemi (24) dar. Seit Wochen fällt der deutsche Nationalspieler eher mit disziplinarischem Fehlverhalten denn Leistung auf, in den vergangenen Transferperioden hatte er immer wieder mit einem Wechsel in die Premier League geliebäugelt. Stimmt der Preis, wird der BVB dem Flügelstürmer keine Steine in den Weg legen.
Tendenz Verbleib
Zu dem halben Dutzend an möglichen Abgängen gesellt sich ein Trio, bei dem der BVB eher auf einen Verbleib hofft. Allen voran natürlich im Fall Nico Schlotterbeck (26). Die Verlängerung mit dem Vizekapitän genießt höchste Priorität, auch der Innenverteidiger scheint grundsätzlich bereit. Dennoch zieht sich der Poker seit Wochen.
Immer wieder gibt es auch Gerüchte um einen möglichen Abgang von Julian Ryerson (28). Der Norweger hat es dem FC Barcelona angetan. Mit seiner Flexibilität und Einsatzbereitschaft ist er aber für Niko Kovac ein unverzichtbarer Teil des Erfolgs. Vertraglich ist Ryerson noch bis 2028 an Dortmund gebunden.
Dieselbe Vertragslänge hat auch Serhou Guirassy (29). Der Stürmer erlebt nach einer herausragenden vergangenen Saison aktuell seine erste Krise seit langer Zeit. Auch der Guineer zeigte sich in dieser Saison schon unzufrieden, wird mit der Premier League, Fenerbahce und Saudi-Arabien in Verbindung gebracht. Da seine Formkurve nach unten zeigt, wird wohl kaum ein Verein bereit sein, die Ausstiegsklausel in Höhe von 50 Millionen Euro zu ziehen. Dortmund ist von der Qualität des Stürmers überzeugt, die Schmerzgrenze bei der Ablöse dürfte sich daher kaum von der Ausstiegsklausel unterscheiden. Ein Abschied ist im Moment eher unwahrscheinlich.
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