Nach Fast-Transfer: Findet Dembélé zurück in die Spur?

Ousmane Dembélé stand beim FC Barcelona schon auf dem Abstellgleis. Das Blatt könnte sich nun aber wieder zu Gunsten des Franzosen wenden.

Ousmane Dembélé kam 2017 vom BVB
Ousmane Dembélé kam 2017 vom BVB ©Maxppp

Nur allzu gern hätte der FC Barcelona sein Sorgenkind Ousmane Dembélé Anfang Oktober an Manchester United abgegeben, um Ronald Koemans Wunschtransfer Memphis Depay zu ermöglichen. Oft verletzt, inkonstante Leistungen, Undiszipliniertheiten abseits des Platzes. Alles war angerichtet für einen Wechsel, doch Dembélé stellte sich quer und blieb.

Unter der Anzeige geht's weiter

Spekulationen, der Weltmeister werde fortan außen vor sein, unter Koeman keine Rolle spielen und dann eben im Januar abgegeben, folgten umgehend. Doch Dembélé schickt sich zunehmend an, das Ruder rumzureißen – vor allem in der Champions League blüht er auf. Gegen Ferencváros Budapest (5:1) reichten 27 Minuten, um Tor und Assist zu liefern.

Bei der Partie in Turin stand Dembélé am Mittwoch dann in der Startelf, traf erneut und kassierte im Anschluss viel Lob für einen gelungenen Auftritt. Es ist nur ein Anfang, doch der 23-Jährige kann noch eine wichtige Rolle spielen, ist sich Barça-Trainer Koeman sicher – vorausgesetzt, Dembélé bleibt fit.

„Wichtig, dass es ihm körperlich gut geht“

„Was seine Leistung beeinflusst hat, waren Verletzungen, er ist jetzt körperlich viel besser und er hat an den Spielen teilgenommen“, so Koeman auf der heutigen Pressekonferenz vor dem Spiel bei Deportivo Alavés (Samstag, 21 Uhr). Dembélé sei „kreativ, hat viel Tempo und die Mannschaft braucht Leute, die eins gegen eins gehen.“

Das enorm große Talent des Ex-Dortmunders stellten allerdings schon in der Vergangenheit die Wenigsten in Frage. Und auch Koeman weiß: „Es ist wichtig für ihn, dass es ihm körperlich gut geht.“ Bleibt das der Fall und stellt Dembélé seine außersportlichen Fehltritte ab, könnte der Außenstürmer ein wichtiger Faktor für Barcelona werden – womöglich sogar über den Januar hinaus.

Weitere Infos

Kommentare