Glasner-Transfers: Neue Spieler für die Spielidee

Oliver Glasner hat nach einem schwachen Saisonstart mit Eintracht Frankfurt das Ruder rumgerissen. Dabei musste er zum Teil von seiner Spielidee abrücken – eine Dauerlösung wird dies voraussichtlich aber nicht sein.

Oliver Glasner heuerte im vergangenen Sommer bei der Eintracht an
Oliver Glasner heuerte im vergangenen Sommer bei der Eintracht an ©Maxppp

Für Eintracht Frankfurt läuft es nach schleppendem Saisonstart inzwischen besser. Die Adler stehen auf Rang acht in der Bundesliga-Tabelle und befinden sich in Schlagdistanz zu den europäischen Plätzen. Das Umstellen auf eine Formation mit drei Innenverteidigern ging einher mit positiveren Ergebnissen – doch entspricht dieser Weg Oliver Glasners Spielidee?

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Als Glasner die Adler mit einer Dreier- respektive Fünferkette aufstellte, begann sein Team Spiele zu gewinnen. Im vom Trainer bevorzugten 4-2-3-1 System, das er auch beim VfL Wolfsburg spielen ließ, blieb die Eintracht bis zum sechsten Spieltag sieglos. Fünf Remis und eine Niederlage waren die Ausbeute.

Die Ergebnisse und die Leistung der Mannschaft sprechen eine deutliche Sprache: Mit der Dreierkette kam der Erfolg. Glasner präferiert es jedoch normalerweise etwas klassischer: Eine stabile Viererkette, einen zentralen offensiven Mittelfeldspieler, der mit Kreativität gesegnet ist und zwei schnelle Flügelspieler.

Transfers für Systemwechsel

Um Glasner künftig die Möglichkeit zu geben, sein bevorzugtes System spielen zu lassen, müssen neue Spieler her. Die Tendenz geht klar in Richtung Flügelspieler, denn genau an solchen mangelt es dem Kader der Eintracht. Einzig Jens Petter Hauge (22) und Filip Kostic (29) fielen bislang mehr oder weniger in diese Kategorie.

Die langfristige Leihe von Borussia Dortmunds Ansgar Knauff (20) bringt Glasner den Spielertypen, den er in Saisonhälfte eins vermisste. Faride Alidous (20) Verpflichtung wird voraussichtlich erst im Sommer über die Bühne gehen, dass die SGE den Zuschlag für das Talent vom Hamburger SV erhält, steht jedoch schon fest.

Komplette Umstellung zur neuen Saison?

In der Rückrunde wird Glasner häufiger noch auf sein derzeit funktionierendes System mit Dreierkette zurückgreifen. Dank Knauff kann der 47-Jährige allerdings schon bis zum Saisonende den Grundstein für eine Systemumstellung legen, die mit weiteren Zugängen im Sommer für die nächste Saison bevorstehen könnte.

Spätestens bei einem Abgang von Kostic im Anschluss an die Saison würde Glasner ohnehin der prädestinierte Schienenspieler für ein 3-5-2 abhandenkommen. Dass der Serbe Frankfurt verlässt, ist noch nicht in Stein gemeißelt, bahnt sich allerdings an. Für Glasner wäre dies nur ein weiterer Grund, um die Maßnahmen voranzutreiben, seine Spielidee bei der Eintracht zu etablieren.

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