Nach Matondo-Deal: Noch lange nicht Schluss auf Schalke

Beim FC Schalke 04 ist derzeit einiges los. Nach der wohl bald offiziellen Verpflichtung von Flügelflitzer Rabbi Matondo wartet auf Manager Christian Heidel weiterhin eine Menge Arbeit. Zwei Baustellen müssen noch behoben werden.

Bei Orkun Kökcü muss Christian Heidel den BVB ausstechen
Bei Orkun Kökcü muss Christian Heidel den BVB ausstechen ©Maxppp

Viel Zeit bleibt Christian Heidel nicht mehr. Der Manager von Vizemeister Schalke 04 will die letzten Tage der Transferphase nutzen, um noch jeweils einen Innenverteidiger und Angreifer an Land zu ziehen.

Vielleicht gelingt dem 55-Jährigen ein Überraschungstransfer der Sorte Naldo. Vor zweieinhalb Jahren holte er den Brasilianer kurz vor Transferschluss ablösefrei vom VfL Wolfsburg.

Heidel genießt vollstes Vertrauen

Der Abwehr-Routinier hat derweil seine Zelte längst bei der AS Monaco aufgeschlagen. Dagegen arbeitet Heidel weiterhin auf Schalke – auch weil Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Tönnies ihm und Tainer Domenico Tedesco das Vertrauen schenkt. „Heidel und Tedesco arbeiten mit hoher Energie daran, unsere sportliche Situation in der Bundesliga zu verbessern“, betonte der 62-Jährige zuletzt.

Die Suche nach einem geeigneten Innenverteidiger gestaltet sich jedoch nach wie vor schwierig. Bis auf Senkrechtstarter Samir Memisevic vom FC Groningen aus der niederländischen Eredivisie und Wolfsburgs Jeffrey Bruma wurden beim Vizemeister bisher keinerlei Namen gehandelt. An letzterem soll auch der FC Augsburg interessiert sein. Der ehemalige niederländische Nationalspieler stand in dieser Saison noch gar nicht auf dem Platz.

Nach dem Ausfall von Benjamin Stambouli (Jochbeinbruch) besteht akuter Handlungsbedarf. Der Franzose wird bis zu vier Wochen ausfallen. Sollte bis Donnerstag 18 Uhr – dann schließt das Transferfenster in Deutschland – kein Ersatz verpflichtet werden, muss sich der Tabellenzwölfte ordentlich strecken.

Weitere Chance für Bankdrücker

Im Notfall stünde Omar Mascarell bereit. Der 25-jährige Abräumer wurde in den vergangenen Tagen von Ligarivale VfB Stuttgart umgarnt. Ein Wechsel scheiterte unter dem Strich an den Königsblauen, die dem Spanier aufgrund der dünnen Personaldecke keine Freigabe erteilt haben.

Heidel wollte bis einschließlich dem morgigen Mittwoch – einen Tag vor dem Deadline-Day – sämtliche Neuverpflichtungen bekanntgeben. Neben einem Innenverteidiger wird noch eine Sturmkante gesucht. Die gewünschte Lösung: Nikola Kalinic von Atlético Madrid.

Doch Kalinic scheint den Rojiblancos erhalten zu bleiben. Ein weiteres Gespräch mit Atléti-Trainer Diego Simeone soll ihn von einem Verbleib überzeugt haben. Nach dem weiteren Ausfall von Steven Skrzybski (Muskelfaserriss) gehen Schalke so langsam aber sicher die Stürmer aus.

Matondo steht in den Startlöchern

Immerhin Rabbi Matondo scheint den Weg nach Gelsenkirchen gefunden zu haben. Für den Nachwuchsspieler von Manchester City werden zwischen sieben und 13 Millionen Euro Ablöse fällig. Der Medizincheck soll am heutigen Dienstag stattgefunden haben. Ein offizielles Statement der beiden Vereine steht aber noch aus.

Ob der 18-Jährige dann gleich in der Partie gegen Borussia Mönchengladbach am kommenden Samstag (18:30 Uhr) in der Startaufstellung stehen wird, bleibt ungewiss. Der walisische Nationalspieler könnte im 4-2-3-1-System von Tedesco den Platz auf dem rechten Flügel einnehmen.

Auf dieser Position würde er Alessandro Schhöpf ersetzen, der sich im vergangenen Punktspiel gegen Hertha BSC (2:2) einen Außenbandriss im Knie zugezogen hat. Der Österreicher droht acht bis zehn Wochen auszufallen – eine weitere Hiobsbotschaft für den krisengebeutelten Erstligisten.

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