Team der Stunde: Kovacs Monaco schwimmt auf der Erfolgswelle

Nach holprigem Saisonstart ist die AS Monaco eines der formstärksten Teams in Europa. Vor allem Cheftrainer Niko Kovac und Neuzugang Kevin Volland haben maßgeblichen Anteil an der Erfolgsserie.

Niko Kovac an der Seitenlinie der AS Monaco
Niko Kovac an der Seitenlinie der AS Monaco ©Maxppp

Die AS Monaco ist das Team der Stunde in der Ligue 1. Beim gestrigen 2:0-Sieg gegen Paris St. Germain sicherten sich die Monegassen den neunten Sieg im elften Pflichtspiel. Bereits zum zweiten Mal in der laufenden Saison düpierte die Elf von Cheftrainer Niko Kovac Meister Paris und gewann nach dem 3:2-Sieg in der Hinrunde auch die gestrige Partie.

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Nach mäßigem Saisonstart hat Kovac aus Monaco eine Top-Mannschaft geformt. Die Defensive, zu Beginn noch die Problemzone, steht mittlerweile sattelfest und ließ am gestrigen Abend so gut wie nichts zu. Die hochtalentierten Innenverteidiger Benoît Badiashile (18) und Axel Disasi (22) haben sich stabilisiert und sind aufgrund ihrer herausragenden Physis und Athletik kaum zu überspielen – selbst für Superstar Kylian Mbappé gab es am gestrigen Abend kein Vorbeikommen.

Volland der X-Faktor

Doch gerade die Offensive ist Monacos Prunkstück. Wissam Ben Yedder (30) und Kevin Volland (28) harmonieren im Angriff prächtig, kommen gemeinsam auf 38 Torbeteiligungen in dieser Spielzeit. Insbesondere Vollands überragende Form steht exemplarisch für Monacos sportliche Weiterentwicklung.

Zu Saisonbeginn hatte der ehemalige Leverkusener mit Anpassungsschwierigkeiten zu kämpfen, insbesondere die physische Spielweise der französischen Liga bereitete Volland Probleme. Es dauerte bis zum neunten Spieltag, ehe der Linksfuß erstmals traf. Doch seit dem 16. Spieltag ist Volland kaum noch zu stoppen: Mit mittlerweile zwölf Toren und acht Assists hat er maßgeblichen Anteil an Monacos Serie von elf ungeschlagenen Spielen in Folge.

Kovacs „Meisterleistung“

Auch Kovac hält Aktien am gestrigen Sieg. Unsere französische Partnerredaktion Foot Mercato attestiert dem ehemaligen Frankfurt-Coach eine „taktische Meisterleistung“. Die ‚L'Équipe‘ schlägt die in gleiche Kerbe und titelt: „Kovacs Meisterwerk“. Aus einer defensiven Kompaktheit heraus setzte Monaco immer wieder sehenswerte Konter und zermürbte Paris durch kompromisslose Zweikampfführung.

Zum ersten Mal seit Jahren ist das Meisterschaftsrennen in Frankreich wieder offen. Das ist vor allem Kovac und seiner Mannschaft zu verdanken, über die Serienmeister PSG bereits das zweite Mal in der laufenden Saison stolperte. Derzeit rangiert Monaco auf Platz vier und hat sechs Punkte Rückstand auf Spitzenreiter OSC Lille. Bleibt das Team der Stunde in der Spur, könnte die Meisterschaftstrophäe erstmals seit 2017 wieder ins Fürstentum gehen.

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