Bundesliga

Festgeldkonto leer: Bayern fehlen die Mittel für neue Stars

Die Kasse beim FC Bayern ist längst nicht mehr so gut gefüllt wie in den zurückliegenden Jahren. Das wird sich offenbar auch auf den Transfermarkt auswirken.

von Dominik Schneider - Quelle: Sport Bild
2 min.
Uli Hoeneß spricht bei einem Kongress @Maxppp

Auf zwei Dinge war man in der Vergangenheit beim FC Bayern immer sehr stolz: den sportlichen Erfolg und das prall gefüllte Festgeldkonto. Zumindest bei letzterem müssen die Funktionäre an der Säbener Straße inzwischen Abstriche machen. Aus einem Bericht der ‚Sport Bild‘ geht hervor, dass die Bayern nicht mehr aus dem Vollen schöpfen können und deshalb auf dem Transfermarkt kleinere Brötchen backen müssen.

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Inwieweit der deutsche Rekordmeister im Sommer investieren kann, hänge mit möglichen Verkäufen und Erfolgen in der laufenden Saison zusammen. Generieren die Bayern über Titel hohe Einnahmen, steht nach der Spielzeit auch mehr Geld zur Verfügung, das in den Kader fließen kann. Momentan heißt das Motto aber: Millionen-Stopp.

Bayern droht ein Verlustjahr

Wie dramatisch die Lage tatsächlich ist, lässt sich nur grob ableiten. Betont wird, dass der FC Bayern erstmals ein Minus in der Bilanz einfahren könnte. Im Geschäftsjahr 2024/2025 lag der Konzerngewinn vor Steuern noch bei 42,5 Millionen Euro, der Jahresüberschuss bei 27,1 Millionen. Tritt dieses Szenario ein, wäre der Münchner Edelklub angeblich dazu genötigt, einen Kredit aufzunehmen, um potenziell teure Neuzugänge zu finanzieren.

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Kein Fan dieses Vorgehens ist Uli Hoeneß. Der ‚Sport Bild‘ sagt der Ehrenpräsident: „Wir werden auch im Sommer auf dem Transfermarkt nicht die großen Töne spucken. Das Credo ist: Transfers dürfen nicht dazu führen, dass wir uns verschulden. Da gibt es für mich kein Pardon.“ Schon in der Vergangenheit betonte der 74-Jährige häufig, dass dies in seinen Augen kein seriöser Ansatz sei.

Die Maßgabe für Max Eberl ist deshalb eindeutig. Der Sportvorstand muss im Sommer auch wieder verstärkt auf Schnäppchen, Leihgeschäfte und ablösefreie Spieler schauen. Das gelang den handelnden Personen bei Jonathan Tah (30) und Tom Bischof (20) sehr erfolgreich. Nicolas Jackson (24) kostete immerhin noch satte 16,5 Millionen Euro Leihgebühr. Nur Luis Díaz (29) – mit 70 Millionen Euro absoluter Königstransfer der vergangenen Sommer-Transferperiode – fällt da aus dem Rahmen.

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Hoeneß beruhigt

„In dem Moment, in dem wir gemerkt haben, dass unser Festgeldkonto immer kleiner wird, haben wir die Bremse reingehauen. Unsere Transferbilanz ist sehr ausgeglichen“, sagt Hoeneß. Auch der Fokus auf eigene Talente könnte in Zukunft Abhilfe schaffen. Lennart Karl (17) ist das beste Beispiel dafür, dass dies ein probates Mittel sein kann. Dadurch werden zusätzliche Werte aus den eigenen Reihen generiert.

Große Sorgen um den Wohlstand der Bayern müssen sich Fans des Bundesligaprimus aber wohl nicht machen. Hoeneß stellt klar: „Wir haben grundsätzlich immer Reserven. Die Saison verläuft bisher sehr gut. Mit sieben Siegen in der Champions League haben wir bereits mehr als 14 Millionen Euro verdient.“ Kommen die Bayern in der Königsklasse weit und erreichen in der Bundesliga und im DFB-Pokal die gesetzten Saisonziele, kommen zahlreiche Millionen hinzu.

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