Meinung FT-Kurve Bundesliga

Perfektes Match: Bayern macht bei Aseko alles richtig

Nach Ablauf der Hannover-Leihe wird Noel Aseko an der Säbener Straße zurückerwartet. In Summe macht der FC Bayern einen ausgezeichneten Deal.

von Julian Jasch
2 min.
Noel Aseko freut sich mit seinen Kollegen @Maxppp

Leon Goretzka (31) lässt den FC Bayern im Sommer mit Ablauf seines Kontrakts hinter sich. Schon jetzt steht der ‚Abendzeitung‘ zufolge fest, dass der aktuell an Hannover 96 verliehene Noel Aseko (20) den Kaderplatz einnehmen soll. Ist der Mittelfeldspieler bereit für den riesigen Schritt?

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Rückblick: 2022 war Aseko als damals 16-Jähriger aus der Jugendabteilung von Hertha BSC zum Münchner Campus gewechselt – für angesichts seines Alters stolze eine Million Euro. Zu Beginn tat sich der zweifelsfrei talentierte Rechtsfuß allerdings schwer beim FCB. Aseko hatte nicht nur mit dem Umzug und der Integration im neuen Team zu kämpfen, sondern wurde auch regelmäßig von langwierigen Verletzungen zurückgeworfen.

Erst ein Schritt zurück

Während Positionskonkurrent Aleksandar Pavlovic (21) den großen Durchbruch bei den Profis schaffte, wurde Aseko vor rund einem Jahr in die zweite Liga nach Hannover verliehen. Nach einem verkorksten ersten halben Jahr startet der deutsche U21-Nationalspieler in dieser Saison unter Chrstian Tietz voll durch und kann endlich seine Qualitäten auf dem Platz zeigen.

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Das liegt unter anderem daran, dass er nun deutlich offensiver agieren darf. Mit drei Treffern und fünf Assists ist Aseko hinter Stürmer Benjamin Källman (27/14 Torbeteiligungen) nicht nur der zweitbeste Scorer der 96er, sondern mauserte sich auch zum Dreh- und Angelpunkt in der Schaltzentrale.

Dann viele Schritte nach vorne

Aseko fordert viele Bälle und verarbeitet sie in der Regel stark weiter, indem er sich aufdreht und entweder seine Pass- oder seine Qualitäten im Dribbling unter Beweis stellt. Dabei agiert der durchsetzungsfähige Achter stets progressiv und vertikal-orientiert. Das Gesamtpaket, das an ebenjenen Goretzka erinnert, rundet Asekos aufmerksames Spiel gegen den Ball in Kombination mit seinen Tiefenläufen und seiner Physis ab.

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Ein Faktor ist allerdings noch die Quantität seiner Aktionen. Der FC Bayern spielt bekanntlich einen sehr dominanten, sicheren Fußball. Aktuell taucht Aseko bei Hannover noch zu häufig über längere Spielphasen ab oder leistet sich Fehler im Aufbauspiel, weil er zu risikoreich vorgeht – vor allem Top-Mannschaften nutzen solche Fehler aus. Geht Asekos steile Lernkurve so weiter, dürfte er dieses Manko aber unter Chefcoach Vincent Kompany ausgemerzt bekommen.

Fest steht: Hannover wird die Kaufoption über eine Million Euro ziehen, die wiederum von den Münchnern mittels Rückkaufklausel gekontert wird. In Summe zahlen die Bayern entsprechend 1,4 Millionen Euro für die Rückkehr des Youngsters, der auch von zahlreichen europäischen Vereinen gejagt wurde – ein super Deal für den deutschen Rekordmeister also, der sich auf einen günstigen und zugleich würdigen Goretzka-Nachfolger freuen darf, der noch enormes Entwicklungspotenzial birgt. Diese Meinung teilen auch 64 Prozent der FT-User.

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