Europas Ligen biegen in die nächste Länderspielpause ein. Bei zwei Großklubs herrscht schlechte Stimmung. An Niko Kovac und Xabi Alonso lassen so manche Medien kein gutes Haar.
„BVB ärgert sich schwarz-gelb“
Lange ging der Minimalisten-Fußball des BVB gut – beim Hamburger SV fing man sich am Samstag dann aber spät das 1:1. Einige Stars keiften sich anschließend gegenseitig an. Die ‚Bild‘ titelte deshalb bereits gestern „Pulverfass BVB“ und legt heute nach: „Mega-Zoff beim BVB: Auf dem Weg in die Kabine geigen sich Kobel und Ryerson die Meinung.“
Angesichts des Punktverlusts von Spitzenreiter FC Bayern bei Union Berlin (2:2) konstatiert die ‚Rheinische Post‘: „BVB ärgert sich schwarz-gelb.“ Die Chance, Boden auf die Münchner gutzumachen, wurde leichtfertig vertan. Trainer Niko Kovac musste laut der ‚Bild‘ daher schon bei Sportdirektor Sebastian Kehl Rede und Antwort stehen. Die Grundvorwürfe: Zu defensive Spielweise, zu ängstliche Wechsel. Die ‚Ruhr Nachrichten‘ konstatieren: „Kovac-Weg ruft erste Zweifel auf.“
Real enttäuscht im Derby
Schon gestern war Alonso Teil der FT-Presseschau, mittlerweile hat sich die Lage des Trainers bei Real Madrid nochmal verschlechtert. Denn am gestrigen Sonntagabend gab es nur ein magereres 0:0 im Stadtderby bei Rayo Vallecano. Die ‚Marca‘ sieht darin den Leistungseinbruch der Blancos bestätigt. „Real Madrid geht mit weniger Spielharmonie und mehr Unsicherheiten als zuvor in die Länderspielpause“, heißt es bei der Madrider Sporttageszeitung.
Der Journalist Roberto Gómez zielt direkt auf Alonso und urteilt bei ‚Radio Marca‘: „Er ist nur noch einen Schritt davon entfernt, die Kontrolle über die Mannschaft zu verlieren – falls es nicht schon geschehen ist.“ Bekannt ist Alonsos unterkühltes Verhältnis zu einigen Stars wie Vinicius Junior. Gar von größerer Opposition innerhalb des Teams war schon die Rede. Bislang stimmten immerhin meist die Ergebnisse. Über die Dauer der Ligapause hinweg wird Alonsos angesägter Trainerstuhl aber sicherlich Thema bleiben.
Weitere Infos