DFB: „Kein Freifahrtschein für Löw“

Nach dem historischen 0:6-Debakel gegen die spanische Nationalmannschaft ist die Zukunft von Bundestrainer Joachim Löw fraglich. Das DFB-Präsidium fordert nun eine Fehler-Analyse, die auch die Debatte um eine mögliche Rückkehr von Thomas Müller, Mats Hummels und Jérôme Boateng umfasst.

Joachim Löw ist seit 2006 Bundestrainer
Joachim Löw ist seit 2006 Bundestrainer ©Maxppp

Joachim Löws Stuhl als Bundestrainer wackelt bedenklich. Nach Informationen der ‚Bild‘ beschloss das DFB-Präsidium bei einer gestrigen Sitzung, dass der Direktor der Nationalmannschaft, Oliver Bierhoff, in einer weiteren Zusammenkunft am 4. Dezember die Krise erklären muss. Ob es danach eine Abstimmung über Löws Zukunft gibt, hänge davon ab, ob Bierhoff die Anwesenden mit seiner Fehler-Analyse überzeugen kann.

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Einer der 19 Teilnehmer der gestrigen Sitzung äußert sich nun zum weiteren Vorgehen: „Einen Freifahrtschein für Jogi Löw gibt es nicht. Ich werde mir sehr genau anhören, wie sein Rückblick – nicht nur, was das Spiel in Spanien betrifft, sondern auch darüber hinausgehend – aussieht und welche Perspektive er uns mit Blick auf die EM 2021 aufzeigt.“

Auch zu einer möglichen Rückkehr des Trios Thomas Müller, Mats Hummels und Jérôme Boateng muss Bierhoff Stellung beziehen, wie der der namentlich nicht genannte Teilnehmer deutlich macht: „Dazu gehört auch die Frage, ob es mehr erfahrene Spieler im Kader braucht, die das Kommando übernehmen – gerade dann, wenn es mal nicht gut läuft.“

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