Sancho-Saga: Der BVB muss jetzt Wort halten

Mit dem heutigen Montag steht gemessen an Aussagen der BVB-Bosse fest, dass Jadon Sancho zumindest noch für eine Spielzeit in Dortmund bleiben wird. Zweifel bleiben aber, ob Schwarz-Gelb in der Personalie hart bleiben kann. Es wär dem Verein zu wünschen.

Jadon Sancho bleibt beim BVB
Jadon Sancho bleibt beim BVB ©Maxppp

Pünktlich um kurz vor zehn Uhr traf die Mannschaft von Borussia Dortmund am heutigen Montagmorgen am Dortmund Airport ein. Mit von der Partie auch Jadon Sancho, der sich äußerlich völlig entspannt gab. Von Frust keine Spur. Dabei scheint der Traum des 20-Jährigen von einer Rückkehr in seine englische Heimat am heutigen Montagmorgen endgültig geplatzt.

Unter der Anzeige geht's weiter

BVB-Forderung nicht erfüllt

Vergangene Woche hatte Hans-Joachim Watzke die Deadline für einen Sancho-Wechsel noch einmal auf den heutigen Morgen festgelegt. Danach werde es „keinen Sancho-Wechsel mehr in dieser Saison geben“. Die 120-Millionen-Forderung der Dortmunder will Manchester United aber offenbar bis dato nicht erfüllen. Den vollmundigen Aussagen der BVB-Führung müssen jetzt Taten folgen.

Wie ernst es Watzke in der Vergangenheit mit Machtwörtern nahm, zeigen die Beispiele Ilkay Gündogan, Mats Hummels und Henrikh Mkhitaryan. Bei dem Trio kam für den Vorstandsvorsitzenden – in unterschiedlicher Deutlichkeit – ein Abschied nicht infrage. Vor allem sollten nicht alle drei in einer Transferperiode den Verein verlassen. Der Rest ist bekannt.

Die Beispiele Pierre-Emerick Aubameyang und Robert Lewandowski belegen aber im Gegensatz dazu, dass der BVB auch eine härtere Gangart anschlagen und ein Wechselverbot durchziehen kann. Das Duo wurde in der Folge mit einer saftigen Gehaltserhöhung ruhig gestellt und zu Höchstleistungen im letzten Jahr motiviert. Ähnlich soll nun auch bei Sancho verfahren werden.

Die entscheidende Frage ist aber: Bleiben die Schwarz-Gelben beim wechselwilligen Topscorer der vergangenen beiden Spielzeiten tatsächlich hart? Die Wechsel-Deadline hat sich zwar auch bis nach England rumgesprochen, Gerüchte über einen Transfer wird es nach menschlichem Ermessen bis zum endgültigen Transferschluss Anfang Oktober geben.

BVB kann ein Statement abgeben

Der BVB hat nun die Chance, mal wieder ein echtes Statement abzugeben. Die bissige Reaktion von Michael Zorc auf die Sticheleien von Uli Hoeneß zeigen, wie empfindlich die Borussia beim Thema ‚Verkaufsverein‘ ist. Die Transferbilanzen der vergangenen Jahre zeigen aber eindeutig, dass der Vizemeister nicht nur ein solcher Verein ist, sondern sein Handwerk auch exzellent versteht.

Bei Ousmane Dembélé ist die Ablöse mittlerweile auf fast 140 Millionen Euro angewachsen. Aubameyang und Christian Pulisic wurden jeweils für über 60 Millionen Euro nach England transferiert. Die Dortmunder sind nicht nur ein erstklassiger Verkaufsverein, sondern auch ein knallharter Verhandlungspartner.

Und das ist mitnichten eine Schande. Bei Sancho kann die Borussia nun unter Beweis stellen, dass sie es ist, die die Transferbedingungen diktiert. Und wenn diese nicht erfüllt werden, gibt es keinen Verkauf. Spätestens Anfang Oktober wird man wissen, ob der BVB dieses Statement in die Welt hinausschicken wird.

Weitere Infos

Kommentare