Hertha entlässt Labbadia & Preetz

Nach der 1:4-Niederlage gegen den SV Werder Bremen hat Hertha BSC Konsequenzen gezogen: Trainer Bruno Labbadia muss seinen Hut nehmen. Auch Manager Michael Preetz setzt der Bundesligist vor die Tür.

Bruno Labbadia übernahm im April 2020 die Hertha
Bruno Labbadia übernahm im April 2020 die Hertha ©Maxppp

Hertha BSC reagiert auf die sportliche Talfahrt der vergangenen Monate und trennt sich von Cheftrainer Bruno Labbadia sowie von Sportchef Michael Preetz. Wie der Verein offiziell bestätigt, wird das Duo mit sofortiger Wirkung freigestellt.

Unter der Anzeige geht's weiter

„Bruno Labbadia hat mit seinem Trainerteam Woche für Woche viel Arbeit in die Entwicklung der Mannschaft investiert. Dafür gebührt ihm großer Dank. Letztlich müssen wir aber festhalten, dass wir mit 17 Punkten nach 18 Spielen in einer sehr ernsten Situation stecken“, erklärt Vorstandschef Carsten Schmidt, „daher haben wir uns nach reiflicher Überlegung dazu entschlossen, mit einem Trainerwechsel einen neuen Impuls zu setzen. Wir werden die Nachfolge auf der Trainerposition in den kommenden Tagen klären.“

Über die Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit Preetz sagt Vereinspräsident Werner Gegenbauer: „Michael Preetz hat den Verein in diesen Jahren sportlich in der Bundesliga etabliert, aber mit Blick auf die Entwicklung in der vergangenen wie der aktuellen Spielzeit sind wir zu dem Entschluss gekommen, diese Position für die Zukunft neu zu besetzen. Dennoch möchte ich mich ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit mit Michael Preetz über die vielen Jahre bedanken.“

Wie der Hauptstadklub mitteilt, wird Preetz' Amt als Sportvorstand bis zum Saisonende von Sportdirektor Arne Friedrich kommissarisch fortgeführt.

Schwache Bilanz seit Saisonbeginn

Im Laufe der vergangenen Wochen war insbesondere der Druck auf Labbadia immer größer geworden. Von den zurückliegenden sechs Bundesliga-Spielen konnte die Hertha nur eines gewinnen. In der Tabelle rangiert der Hauptstadtklub derzeit auf Platz 14 und bleibt damit weit hinter den eigenen Ansprüchen zurück.

Labbadia hatte vergangenen April die Nachfolge von Alexander Nouri angetreten und die Berliner im Saisonendspurt der Saison 2019/20 vor dem Abstieg bewahrt. Langfristiger Erfolg stellte sich jedoch nicht ein. Nach 28 Spielen an der Spree steht für Labbadia ein Punkteschnitt von gerade einmal 1,07 Punkten – insgesamt eine ernüchternde Bilanz.

Weitere Infos

Kommentare