Der BVB könnte im Winter auf dem Stürmermarkt zuschnappen. Einige Kandidaten werden schon gehandelt.
Serhou Guirassy (29) hat dieser Tage mit ungewohnter Ladehemmung zu kämpfen, nur ein Tor erzielte Borussia Dortmunds Nummer neun in den vergangenen acht Pflichtspielen. Auch Neuzugang Fábio Silva (23) ist nach anfänglichen Verletzungsproblemen nicht voll in der Spur, kommt trotz Guirassy-Formloch über die Jokerrolle nicht hinaus (acht Einsätze, ein Tor).
Beim BVB erwägt man deshalb, schon im anstehenden Winter-Transferfenster einen neuen Mittelstürmer an Bord zu holen. Die ersten Kandidaten sind bereits durchgesickert.
Die Perspektivlösung
Scouts mehrerer Topklubs schauten am Sonntag beim Spiel zwischen dem Vejle BK und dem FC Kopenhagen (2:0) vorbei. Soweit, so ungewöhnlich. Das dänische Portal ‚Campo.dk‘ mutmaßt, dass die Späher – darunter auch BVB-Beobachter – wegen Viktor Dadason (17) anwesend waren. Der Isländer erlebt in dieser Saison seinen Durchbruch bei den Kopenhagen-Profis (sieben Spiele, zwei Tore). Auch gegen Dortmund traf er im Oktober im Champions League-Duell (2:4). Eigenwerbung?
Ein alter Bekannter
Vor rund einem halben Jahr machten erstmals Gerüchte die Runde, der BVB sei konkret an Palmeiras-Talent Luighi (19) interessiert. Der brasilianische U20-Nationalspieler, der auch über außen agieren kann, besitzt eine 80 Millionen Euro hohe Ausstiegsklausel – in erster Linie zur Abschreckung. ‚ESPN‘ berichtete Anfang Oktober, dass der BVB Sondierungsgespräche führt und Luighi für 15 Millionen Euro zu haben sein könnte.
Die heißeste Spur
Den Brasilianer Giovane (21) von Hellas Verona haben die Dortmunder schon vor Ort scouten lassen. Die Forderung des Serie A-Klubs soll bei 30 Millionen Euro liegen. „Wenn die Ablöse nicht zum K.o.-Kriterium wird“, schrieb vor wenigen Tagen die ‚Bild‘, könnte Giovane im Januar in Dortmund landen. Die Fühler nach dem Linksfuß strecken auch Inter und der AC Mailand aus.
Der Königstransfer
Mit einer bärenstarken Leihsaison bei Zweitligist SV Elversberg (19 Tore, zehn Assists) und einem guten Saisonstart mit der TSG Hoffenheim (zwölf Spiele, sechs Tore) hat sich Fisnik Asllani (23) in den Fokus etlicher Topklubs gespielt. Neben dem BVB lauern unter anderem der FC Bayern und der FC Barcelona. Gut für Dortmund: Dank einer überschaubaren Ausstiegsklausel wäre der kosovarische Nationalspieler trotz harter Konkurrenz bezahlbar.