Der souveräne Auftritt des FC Bayern lässt Italien vor Neid verblassen. Neymar schießt sich beim FC Santos selbst ins Aus. Die Presseschau am Donnerstag.
Bescheidenheit ist eine Tugend
In Summe schoss der FC Bayern den italienischen Vertreter Atalanta Bergamo mit 10:2 aus der Champions League. Durch zwei beeindruckende Vorstellungen hat sich der deutsche Rekordmeister selbst zum Favoriten auf den Sieg in der Königsklasse geballert. Aus Italien gab es nach dem gestrigen 4:1-Sieg der Münchner, die zum Teil auf wichtige Stammspieler verzichten mussten, vor allem Respekt: „Wir können viel von dieser Mannschaft lernen. Wir haben gegen einen wirklich außergewöhnlichen Gegner gespielt. Italienische Mannschaften können sich von solchen Teams in Sachen Laufwege und Tempo viel abschauen“, so Bergamo-Spieler Marten de Roon (34) nach dem Spiel bei ‚Prime Video‘.
Die ‚Gazzetta dello Sport‘ titelt passend dazu, dass der FC Bayern und Harry Kane „unschlagbar“ seien. „Ich denke, Bayern München ist der Favorit auf den Champions League-Titel. Sie haben mich heute Abend sehr beeindruckt, und das ohne Musiala, Olise und Kimmich. Wir müssen genauso bescheiden sein wie sie“, lautet das Fazit von de Roon. Im Viertelfinale trifft der FC Bayern dann auf Real Madrid. Bescheiden hin oder her: Das wird eine ganz andere Hausnummer als die Italiener es waren.
Schuss in den Ofen
Neymar hat es dieser Tage wieder einmal nicht leicht. Erst ignoriert ihn Carlo Ancelotti bei der Nominierung für die brasilianische Nationalmannschaft, einen Tag später folgt der nächste Rückschlag. Im Abstiegskampf traf der 34-Jährige zunächst gegen den SC Internacional zum zwischenzeitlichen 1:1. Nach seinem Treffer kletterte er auf den Zaun und schrie in die Menge: „In der Kings League und hier!“. Damit wollte er auf die Kritik reagieren, dass er auch in der Kleinfeldliga kurz zuvor vom Elfmeterpunkt antrat – für den ein oder anderen ein unprofessionelles Verhalten.
Der peinlich-trotzige Jubel brachte Neymar Gelb ein – und war zudem völlig umsonst. In der Nachspielzeit erzielte Internacional das 2:1. Als Resultat entließ Santos wenige Stunden nach dem Spiel Trainer Juan Pablo Vojvoda, der aus den ersten sieben Partien nur sechs Punkte holen konnte. Die Fans verabschiedeten Neymar & Co. mit „Schämt euch“-Sprechhören in die Katakomben. Als Nachfolger an der Seitenlinie wird unter anderem Hernán Crespo gehandelt.
Weitere Infos
Meistgelesen
Erkunden