Die Bayern-Manager Max Eberl und Christoph Freund arbeiten schon am Kader der kommenden Saison. Eine wichtige Baustelle ist dabei die Innenverteidigung.
Die Spuren zu Marc Guéhi (25) und Nico Schlotterbeck (26) sind mittlerweile merklich abgekühlt. Der englische Nationalspieler wechselt wohl schon in diesem Winter von Crystal Palace zu Manchester City, während der FC Bayern selbst seine Bemühungen um Borussia Dortmunds Schlotterbeck (Vertrag endet 2027) gedrosselt haben soll.
Dennoch bleibt die Innenverteidigung eine Baustelle für die kommende Saison. Bei Dayot Upamecano (27) läuft es auf eine Vertragsverlängerung hinaus, zusammen mit Jonathan Tah (29) bildet der Franzose ein starkes Pärchen. Die Allrounder Josip Stanisic (25) und Hiroki Ito (26) sind zuverlässige Vertreter, werden aber auch außen gebraucht. Min-jae Kim (29) wird derweil seit geraumer Zeit als Abgangskandidat gehandelt.
Eine Idee der Bayern besagt, dass noch ein junger Herausforderer im Sommer zum Kader stoßen könnte. Vier Kandidaten sickerten bislang durch:
Luka Vuskovic (18)
Hamburger SV
Am liebsten will der Kroate noch eine weitere Leihsaison beim Hamburger SV verbringen, um dort Seite an Seite mit seinem Bruder Mario zu verteidigen. Doch eigentlich ist Luka Vuskovic den Hanseaten sportlich bereits entwachsen.
Der FCB hat zwar generelles Interesse, forciert die Verpflichtung aktuell aber nicht. Womöglich wäre Vuskovic auch schlicht zu teuer, bis 2030 steht er noch bei Tottenham Hotspur unter Vertrag. Weiterer Anlass für Zweifel: Mit einem Topspeed von gerade einmal 31,13 km/h ist der Kopfballspezialist zu langsam für Bayerns hohe Verteidigungslinie.
Tylel Tati (17)
FC Nantes
Obwohl der 1,92 Meter große Linksfuß mit Nantes gegen den Abstieg spielt, schafft er es, gehörig auf sich aufmerksam zu machen. Im Abwehrzentrum des französischen Erstligisten ist Tati nämlich bereits Leistungsträger.
FT brachte schon im November in Erfahrung, dass sich die Bayern nach den Transferkonditionen für den Teenager erkundigt haben. Nantes ruft satte 50 Millionen Euro als Ablöse auf. Ein Preis, der sich womöglich aber noch drücken ließe. Auch der FC Barcelona, Juventus Turin, der AC Mailand und Paris St. Germain strecken die Fühler nach Tati aus.
Jérémy Jacquet (20)
Stade Rennes
Im vergangenen Sommer brachte die ‚L’Équipe‘ den französischen U21-Nationalspieler erstmals mit den Bayern und auch dem FC Chelsea in Verbindung. Heute werden die Gerüchte um Jacquet, der laut ‚Sky‘ mehr als 50 Millionen kosten würde, mit Blick auf den kommenden Sommer nochmal aufgewärmt.
Der 1,90-Mann etablierte sich in dieser Saison als Stammkraft in Rennes und ist ein resoluter Verteidiger mit starken Zweikampfwerten. Fragezeichen kreisen um seine spielerischen Qualitäten – seine Statistiken bei ‚fbref.com‘ weisen jedenfalls keine sonderlich progressive Spielweise aus.
Tiago Gabriel (21)
US Lecce
Vor einem Jahr war der 1,96-Meter-Schlaks noch ein echtes Schnäppchen. Für gerade einmal 1,25 Millionen Euro Ablöse ging es vom portugiesischen Erstligisten Estrela Amadora nach Lecce. In der Serie A fasste Tiago Gabriel anschließend in Windeseile Fuß.
Der portugiesische U21-Nationalspieler ist ein emotionaler und risikoreicher Verteidiger, der mit seinen langen Beinen schon verlorengeglaubte Bälle noch per Grätsche erreicht. Das gefällt auch den Bayern, die nach FT-Informationen Interesse an Gabriel bekunden.
Videos & Highlights
Meistgelesen
Erkunden