Ronaldo, Ramos, Mbappé: Pérez mit Klartext

Real Madrid steht in finanzieller Hinsicht mit dem Rücken zur Wand. Dennoch wollen die Königlichen im Sommer auf dem Transfermarkt tätig werden. Präsident Florentino Pérez äußert sich zu den meistdiskutiertesten Personalien.

Florentino Pérez will Real Madrid neu strukturieren
Florentino Pérez will Real Madrid neu strukturieren ©Maxppp

Der Boss von Real Madrid macht keinen Hehl daraus, dass der spanische Rekordmeister in finanzielle Schieflage geraten ist. „Wir müssten 900 Millionen Euro einnehmen und es werden 600 Millionen sein“, so Florentino Pérez in der TV-Sendung ‚El Chiringuito‘. Das fehlende Geld soll nun durch die Gründung einer Super League kommen. „So bald wie möglich, am liebsten schon im August“ soll der neue Wettbewerb an den Start gehen. Real winkt eine Gage von 350 Millionen Euro.

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Geld, das nicht zuletzt auch in neues Personal investiert werden soll. „Madrid braucht Veränderungen“, weiß auch Pérez. Ganz oben auf der Wunschliste steht Kylian Mbappé (22) von Paris St. Germain. „Er ist ein sehr guter Spieler“, sagt der Real-Boss, der aber „seit Jahren“ nicht mehr mit dem französischen Angreifer gesprochen haben will.

Immer wieder wird berichtet, dass Vinícius Júnior (20) Mbappés Ankunft vereinfachen könnte. Der Brasilianer steht seit Jahren bei PSG hoch im Kurs. Für Pérez ist ein solcher Tausch aber wohl keine denkbare Option. „Er steht nicht zum Verkauf. Er wird nicht angerührt“, sagt das Real-Oberhaupt klipp und klar über Vinícius.

Ramos pokert (zu) hoch

Ebenfalls im Gespräch war zuletzt die Rückkehr von Cristiano Ronaldo (36), der in seiner Zeit bei Juventus Turin nicht die gewünschten Erfolge feiern konnte. Laut Pérez ist eine Wiedervereinigung mit CR7 aber kein Thema in Madrid: „Eine Rückkehr von Cristiano? Nein. Er hat einen Vertrag bei Juventus und es ergibt keinen Sinn, ihn zurückzuholen.“

Die geplanten Veränderungen betreffen natürlich auch aktuelle Real-Profis. So könnte Kapitän Sergio Ramos (35) den Verein nach 16 Jahren ablösefrei verlassen. Der Präsident lässt durchblicken, dass eine Vertragsverlängerung am Geld scheitern könnte: „Ich mag ihn sehr, aber wir sind in einer sehr schlechten Situation. Wir müssen realistisch sein. Es geht uns sehr schlecht. Aber ich sage damit nicht, dass Ramos nicht bleiben könnte.“

Der Welt- und Europameister müsste einem zehnprozentigen Gehaltsverzicht zustimmen. Dazu ist er bislang nicht bereit, wie Pérez andeutet: „Wir reden mit den Spielern und viele sind freiwillig bereit, ihr Gehalt zu reduzieren. Manche haben es schon gemacht, Jovic und Ödegaard zum Beispiel. Im vergangenen Jahr hatte Ramos es akzeptiert. Dieses Jahr ist es anders.“

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