Igor Tudor muss nach der nächsten Niederlage seine Koffer bei Juventus Turin packen. In Spanien befürchtet man nach den Auseinandersetzungen im Clásico Konsequenzen für die Nationalmannschaft. Die FT-Presseschau zum Wochenstart.
Wie lange darf Tudor verlieren?
Juventus Turin steckt weiter in einer sportlichen Krise. Am gestrigen Sonntagabend mussten die Bianconeri bei Lazio Rom (0:1) die dritte Pflichtspielpleite in Serie einstecken, blieben dabei zum achten Mal in Folge sieglos und rutschten auf den achten Tabellenplatz ab. Besonders alarmierend: Seit dem 1. Oktober wartet Juve inzwischen auf einen eigenen Treffer. Cheftrainer Igor Tudor rückt immer mehr in den Fokus der Kritik, Gerüchte über eine baldige Entlassung nehmen an Fahrt auf.
„Tudor am Ende“, titelt der ‚Corriere dello Sport‘ und schreibt: „Lazio versenkt den Kroaten“. Die ‚Gazzetta dello Sport‘ konstatiert: „Juve am Boden“. Tudor selbst betonte nach der Niederlage gegenüber ‚DAZN Italia‘: „Ich denke nicht an mich selbst, meine Zukunft ist mir egal. Mir ist wichtig, das zu tun, was ich kann, mir aller Probleme bewusst zu sein und zu versuchen, die Dinge zu verbessern.“
Update (12:12 Uhr): Nun herrscht offenbar Klarheit. Laut Gianluca Di Marzio muss Tudor seinen Hut nehmen. Mit der offiziellen Verkündung werde zeitnah gerechnet.
Update (12:43 Uhr): Juve hat die Entlassung von Tudor nun auch offiziell bestätigt.
Sorge vor Yamal vs. Carvajal
Der Clásico zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona (2:1) hallt immer noch nach. Neben dem Eklat um Vinicius Juniors Auswechslung sorgten vor allem die Rudelbildungen für Diskussionen. Auch zwischen Barça-Star Lamine Yamal und Real-Kapitän Dani Carvajal ging es im Anschluss der Partie ordentlich zur Sache, nachdem Yamal vor dem Duell mit provokanten Aussagen über Real für Aufsehen gesorgt hatte: „Ja, sie werden bevorzugt und dann beschweren sie sich auch noch.“ Carvajal maßregelte den Youngster kurz nach Abpfiff: „Du redest zu viel.“
Könnte das angespannte Verhältnis ernsthafte Konsequenzen für die spanische Nationalmannschaft haben? Das befürchtet zumindest Roberto Gómez in der ‚Radio Marca‘-Sendung ‚La Tribu‘: „Das ist sehr schwerwiegend und zerstört den spanischen Fußball. Wenn das Problem nicht bald gelöst wird, werden die Folgen sehr schwerwiegend sein.“ Der Journalist verglich die Situation mit den Jahren 2010 und 2012, als sich ebenfalls ein Gros des Nationalteams in hitzigen Clásicos die Stirn geboten hatte. Damals hatten die Streitigkeiten keine negativen Auswirkungen, stattdessen feierten die Real- und Barça-Stars zusammen den Gewinn der Welt- und Europameisterschaft.
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