Bundesliga

BVB-Bosse: Ricken ist der Dominostein

Auf Borussia Dortmund kommen tiefgreifende Veränderungen zu. Der Kader soll grundlegend umstrukturiert werden. Aber auch auf der Sport-Management-Ebene könnten einige Dominosteine fallen.

von Remo Schatz - Quelle: Sport Bild
2 min.
Lars Ricken auf dem Spielfeld @Maxppp

Der anstehende Kaderumbruch ist das bestimmende Thema bei Borussia Dortmund, das öffentlich kommunizierte Aus von Julian Brandt (29) sowie die Vertragsverlängerung mit Felix Nmecha (25) die ersten Vorboten. Eine entscheidende Rolle spielt dabei auch der Vertragspoker mit Nico Schlotterbeck (26), der sich aktuell in der heißen Phase befindet. Es sind diese Aufgaben, die am Ende auch über die Zukunft von Lars Ricken entscheiden werden. Doch nicht nur über seine.

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Ricken der erste Dominostein

Wie die ‚Sport Bild‘ berichtet, ist die Personalie des Sport-Geschäftsführers nur der erste Dominostein. Ricken muss sich beweisen, ab dem 30. Juni könnte der Präsidialausschuss um Hans-Joachim Watzke den 2027 auslaufenden Vertrag verlängern. Aufgrund der Börsennotierung ist dies erst ab einem Jahr vor Vertragsende möglich. Wie die Entscheidung ausfallen wird, ist offen respektive wird vom Transfersommer abhängen.

Ricken ist aber nicht der einzige Funktionär, dessen Vertrag 2027 ausläuft. Während sich Vorstandssprecher Carsten Cramer und Finanzchef Thomas Treß keine Gedanken über ihre Zukunft machen müssen, ist jene von Sportdirektor Sebastian Kehl, Berater Matthias Sammer und Trainer Niko Kovac eng an Ricken gekoppelt.

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Ricken stellte sich hinter Kehl und Sammer

Sollte der Sportchef keinen neuen Vertrag erhalten, könnte das ein Boss-Beben auslösen. Dank Ricken gewann Kehl vor rund einem Jahr den Machtkampf gegen Sven Mislintat. Der Geschäftsführer stellte sich hinter seinen ehemaligen Mitspieler, der Kaderplaner musste gehen und ist mittlerweile bei Fortuna Düsseldorf gelandet.

Auch mit Sammer reicht die Verbindung zurück bis zu gemeinsamen Profitagen, das Duo war auf Auswärtsfahrten oft im selben Zimmer untergebracht. Als Sammer den BVB vor einem Jahr nach einem desolaten Champions League-Abend öffentlich demontierte und dafür harsche Kritik erntete, stellte sich Ricken hinter ihn und hielt an ihm fest. Dass ein möglicher Ricken-Nachfolger weiter auf den Berater hören würde, ist für die ‚Sport Bild‘ „nur schwer vorstellbar“.

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Kovac war Rickens Entscheidung

Mit der Kovac-Verpflichtung war Ricken im vergangenen Jahr ein Glücksgriff gelungen. Der Cheftrainer stabilisierte die Borussia und führte sie sensationell zur Champions League-Qualifikation. Mittlerweile bricht sich aber angesichts des biederen Ergebnisfußballs und dem frühen Ausscheiden im DFB Pokal und der Champions League Ernüchterung Bahn.

Ab der kommenden Saison will der BVB zurück zur alten DNA: attraktiven Fußball spielen, stärkeren Fokus auf trickreiche Flügelspieler und erfolgshungrige Talente. Und wenn es nach Ricken geht, alles unter Kovac, dessen Ernennung der Geschäftsführer quasi im Alleingang durchgesetzt hatte. Entsprechend ist er der größte Fürsprecher des Trainers und die Seilschaft eng miteinander verwoben.

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