Beim Debüt von Albert Riera gab es ein 1:1 gegen Union Berlin. Das Unentschieden bietet einige Erkenntnisse.
Ein komplett anderes Eintracht Frankfurt hatte der neue Trainer Albert Riera im Vorfeld des Duells gegen Union Berlin angekündigt. Das ganz große Spektakel blieb gegen die Köpenicker aus, einige vielversprechende Ansätze gab es dennoch.
In den vergangenen Wochen war insbesondere die Defensive das Sorgenkind der Adlerträger. In den ersten fünf Spielen nach Jahreswechsel kassierte man jeweils drei Tore. Gegen Union stand die Defensive viel kompakter, Großchancen wurden kaum zugelassen. Die Offensive der Eisernen um Ilyas Ansah und Woo-Yeong Jeong trat fast gar nicht in Erscheinung.
Das lag auch an der neu gewonnenen taktischen Flexibilität. Mario Götze besetzte als Freigeist immer wieder den rechten Flügel, was dem nominellen Rechtsverteidiger Rasmus Kristensen die Möglichkeit gab, ins Abwehrzentrum einzurücken. Sein Pendant auf der linken Seite Nathaniel Brown schob dagegen immer wieder durch. Zugriff bekam Union dadurch nur selten. Ein Umstand, den man in der Bankenmetropole mit Wohlwollen registriert haben dürfte.
Ein Schwachpunkt
Offensiv versuchte man es vor allem mit viel Ballbesitz. Eine Maßnahme, die laut Riera bei den Spielern ankommt. „Ich weiß nicht, wie viele Spiele oder Monate dieses Team sich nicht mehr als der Boss auf dem Platz gefühlt hat. Heute habe ich in ihren Gesichtern gesehen: Sie haben es genossen, sie haben es genossen zu spielen, sich als Boss des Spiels zu fühlen, der Protagonist zu sein, dominant zu sein“, betonte der Coach im Nachgang gegenüber ‚Sky‘.
Die Torgefahr ging Eintracht allerdings dabei etwas ab, sonderlich viel Ertrag brachte der Ballbesitz nicht. Riera bleibt dennoch zuversichtlich: „Ich habe viele gute Dinge gesehen und bin mir sicher, dass die Ergebnisse kommen werden.“ Ob Riera seine Worte in die Tat umsetzen kann?
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