Bayer 04: Wie schlagen sich die Winter-Neuzugänge?

Dreimal schlug Bayer Leverkusen auf dem Wintertransfermarkt zu, um einen zu schmalen Kader auszubessern. FT hat die bisherigen Leistungen des Trios unter die Lupe genommen.

Demarai Gray (l.) und Jeremie Frimpong
Demarai Gray (l.) und Jeremie Frimpong ©Maxppp

Timothy Fosu-Mensah

Gekommen von Manchester United. Ablöse: Zwei Millionen Euro.

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Der 23-jährige Niederländer war der erste Neuzugang, der im Januar in der BayArena aufschlug. Schnell etablierte sich Fosu-Mensah in der Werkself, zehn Tage nach seiner Verpflichtung stand er bereits erstmalig auf dem Platz. Auf der Rechtsverteidiger-Position spielte er sich fest und zeigte solide Leistungen.

Mit seiner Physis und Dynamik war er vor allem in der Rückwärtsbewegung für Bayer wichtig, das unter Trainer Peter Bosz in der Regel hoch verteidigt. Schwere Fehler leistete sich der 23-Jährige dabei kaum, ein großer Stabilisator war er jedoch auch nicht.

Ins Offensivspiel der Leverkusener war Fosu-Mensah kaum integriert, nur selten wagte er tiefe Läufe und beschränkte sich häufig auf Halbfeld-Flanken. Dennoch: Ein durchaus gelungener Transfer der Leverkusener, die nun jedoch für lange Zeit ohne den Niederländer auskommen müssen. Denn beim Bundesliga-Duell gegen den SC Freiburg riss dieser sich das Kreuzband. Aufgrund einer niedrigen Ablösesumme von rund zwei Millionen Euro hält sich immerhin abseits des sportlichen Verlusts zumindest der wirtschaftliche Schaden in Grenzen.

Jeremie Frimpong

Gekommen von Celtic Glasgow. Ablöse: Elf Millionen Euro.

Wie Fosu-Mensah ist auch Frimpong nach Leverkusen gewechselt, um die Rechtsverteidiger-Position zu verstärken. Der 20-jährige Neuzugang von Celtic Glasgow ist dabei der komplette Gegenentwurf zu seinem niederländischen Landsmann. Frimpong ist klein, flink, dribbelstark und hat seine Stärken klar in der Offensive. Zudem ist der U20-Nationalspieler einer der schnellsten Spieler des Kaders.

Defensiv gibt es noch einige Zweifel, weshalb ihn Bosz vornehmlich als Rechtsaußen oder als Schienenspieler in einem System mit Dreierkette einsetzte. Die Abwehraufgaben eines klassischen Rechtsverteidigers im Leverkusener 4-3-3 könnten Frimpong zurzeit noch überfordern. Das Potenzial, ein Schlüsselspieler der Mannschaft zu werden – sei es nun hinten rechts oder eine Position weiter vorne – bringt er aber allemal mit. Fazit: Ein aufregender Transfer, auch mit Blick auf die Zukunft.

Demarai Gray

Gekommen von Leicester City. Ablöse: Zwei Millionen Euro.

Ein Transfer, fast gänzlich ohne Risiko, der sich auszuzahlen scheint. Der Großteil der geringen Ablösesumme wird erfolgsabhängig fällig, der Vertrag läuft nur bis 2022. Bei Leicester City war Gray komplett außen vor. Nach sechs Einsätzen für Bayer kommt man zwangsläufig zur Frage: Warum eigentlich?

Im Trikot der Werkself präsentierte sich der 24-Jährige bislang als spielfreudiges und belebendes Element für die offensiven Außenbahnen. In seinen ersten drei Spielen war Gray zudem als Joker an drei Toren direkt beteiligt – einmal traf er selbst, zweimal legte er vor. Am vergangenen Spieltag stand er erstmals in einem Bundesliga-Spiel von Beginn an auf dem Platz. Gut möglich, dass noch einige Startelf-Einsätze folgen werden.

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