Der Abschied von Edin Dzeko war emotional aber ohne Happy End. Dasselbe könnte man auch über das Heim-Debüt von Zinédine Zidane sagen. Die FT-Presseschau am Samstag.
Der Diamant glänzt nur noch auf Schalke
Nach 152 Länderspielen und 73 Toren hängt Edin Dzeko die Schuhe an den Nagel – zumindest bei der Nationalmannschaft. Bei seinem Abschiedsspiel in Sarajevo gegen Schweden durfte der 40-Jährige sogar einmal kurz jubeln. Sein Treffer wurde allerdings aberkannt, da der Ball im Vorfeld im Aus war.
Dennoch war der Abschied des Rekordspielers von Bosnien & Herzegowina beim 1:1 sehr emotional. Ein überdimensionales Trikot mit der Nummer 11 und der Aufschrift „Hvala, Dijamante!“ (übersetzt: Danke, Diamant!) hing über den Dächern Sarajevos, eine Pyro-Show in der elften Spielminute, Standing Ovations: Der Abend in der Nations League gebührte ganz dem Schalke-Stürmer. Dessen Trainer Sergej Barbarez vermutet, dass diese Saison auch im Vereinsfußball die letzte für Dzeko sein wird. Bei Königsblau steht der Mittelstürmer bis Ende Juni 2027 unter Vertrag.
Französischer Frust
Wenn auch nicht ganz so frenetisch – auch die Heimpremiere von Zinédine Zidane im Stade de France wurde voller Euphorie erwartet. Gezeigt hat dessen Team gegen Italien dann aber eine durchaus ausbaufähige Leistung. Michael Olise traf zwar grandios per Freistoß, am Ende stand aber ein 1:1 auf der Anzeigetafel.
Die ‚L’Équipe‘ sieht deshalb „frustrierte Les Bleus“ und den „ersten Haken in der Zidane-Ära“. Im Zentrum der Kritik steht vor allem Ousmane Dembélé. Die französische Tageszeitung macht aus der falschen Neun kurzerhand „Dembélé, die alles falsch 9“. Am Montag gegen Belgien muss Zidane ohne Dayot Upamecano auskommen, der gegen Italien kurz vor Schluss die Ampelkarte sah.
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