Vor Krisensitzung: Drei DFB-Spieler am Scheideweg

von Lukas Hörster
2 min.
Vor Krisensitzung: Drei DFB-Spieler am Scheideweg @Maxppp

Das neuerliche WM-Vorrundenaus stellt beim DFB mal wieder alles auf den Prüfstand. Die Zukunft von drei älteren Spielern ist noch unklar.

Am Mittwoch steht die große Krisensitzung beim DFB an. Die sportlich Verantwortlichen Hansi Flick und Oliver Bierhoff sollen vor Präsident Bernd Neuendorf und dessen Vize Hans-Joachim Watzke Rechenschaft über das erneute WM-Vorrunden-Aus ablegen. Doch nicht nur die Zukunft von Bundestrainer und Manager ist unklar.

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Auch einige ältere Spieler stehen am sportlichen Scheideweg. Thomas Müller (33) etwa verabschiedete sich nach dem 4:2 gegen Costa Rica schonmal provisorisch vom TV-Publikum, ließ anschließend aber seine DFB-Zukunft offen. „Ich muss nachdenken und mich mit meiner Frau besprechen“, sagte der 121-fache Nationalspieler und Weltmeister von 2014.

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Bei der WM war Müller abermals gesetzt, allerdings auch an keinem Treffer beteiligt. In der Offensive gibt es genügend jüngeres Personal, das in die Elf drängt. Vieles spricht dafür, dass Müller trotz der Heim-EM 2024 aus der DFB-Elf zurücktritt, ehe er zum zweiten Mal nach 2019 aussortiert wird.

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Gündogan wird gebraucht

Anders stellt sich die Situation bei Ilkay Gündogan (32) dar. Schon nach der enttäuschenden EM 2021 befasste sich der Kapitän von Manchester City intensiv mit einem Rücktritt, wurde von Flick aber zum Weitermachen bewegt. Nach dem WM-Aus ließ er seine Zukunft im Nationaldress offen.

Problem: Auf Gündogans Position im zentralen Mittelfeld gibt es mit Joshua Kimmich und Leon Goretzka (beide 27) zwar zwei Topspieler – dahinter fehlen allerdings die Optionen auf höchstem Niveau. Möglich also, dass Flick erneut um Gündogan kämpfen wird. Bei der WM war der 66-fache Nationalspieler einer der besseren Deutschen.

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Konkurrenzkampf im Tor?

Und dann ist da noch die Personalie Manuel Neuer (36). „Wenn ich gefragt und weiterhin eingeladen werde und meine Leistungen bringe, dann komme ich“, lautete die Antwort des Kapitäns auf einen möglichen Rücktritt. Neuer wird also Teil des DFB-Teams bleiben – allerdings könnte sein Status als unumstrittene Nummer eins im Tor wackeln.

An zu vielen der fünf Gegentreffer in der Vorrunde hatte der mehrfache Welttorhüter Aktien. Mit Marc-André ter Stegen (30) scharrt ein anderer Weltklassemann seit Jahren mit den Hufen. In Katar war der Keeper vom FC Barcelona die brave Nummer zwei – damit dürfte er sich nach Neuers Leistungen in der Wüste aber nicht länger klaglos zufriedengeben. Denkbar, dass ein offener Konkurrenzkampf ausgerufen wird. Auch das wird sicher Thema bei der großen Analyse am Mittwoch sein.

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