In Augsburg zweifelte Sandro Wagner an der Qualität des Kaders. In Köln liebäugelt man mit der Rückkehr des verlorenen Sohns. FT mit der Presseschau am Dienstag.
Keine Überzeugung
Am gestrigen Montag entschied sich der FC Augsburg für das Unvermeidliche. Das Langzeitprojekt Sandro Wagner wurde frühzeitig nach nur vier Siegen aus 14 Pflichtspielen beendet. Es mag ironisch klingen, dass laut der ‚Bild‘ ausgerechnet dem sonst so selbstbewussten Wagner die Überzeugung fehlte, weiterhin der richtige Mann für die Wende zu sein. Als der Coach das den Bossen mitteilte, war schnell klar, dass es so nicht weitergeht. Das Trennungsgespräch dauerte lediglich eine gute halbe Stunde.
Auch einen Grund für Wagners fehlenden Glauben gibt es. Dem Boulevardblatt zufolge war der 38-Jährige der Ansicht, dass der Kader der Fuggerstädter nicht die ausreichende Qualität habe, um seine Vorstellungen von Fußball umzusetzen. Zwar hatte Wagner in den vergangenen Wochen seine offensive Ausrichtung etwas korrigiert, zum gewünschten Erfolg führte diese Maßnahme jedoch nicht. Sonderlich viel Werbung, um in Zukunft einen Kader mit höherer Qualität zu trainieren, hat der polarisierende Trainer beim FCA in jedem Fall nicht betrieben.
Unvermeidbar?
Der 1. FC Köln und Lukas Podolski – das gehört fast unweigerlich zusammen. Seit jeher ist der heute 40-Jährige der Liebling der Fans, die sich nichts sehnlicher als eine Rückkehr ihres verlorenen Sohns wünschen. Eine Rückkehr als Spieler wird nicht mehr zustande kommen, aktuell lässt der Offensivspieler seine Karriere bei Gornik Zabrze in Polen ausklingen. Doch für die Zeit danach macht sich der FC bereits Gedanken.
Auf einer Pressekonferenz machte Vizepräsident Ulf Sobek den Anhängern nun Hoffnung: „Natürlich spielt Lukas Podolski immer eine Rolle in unseren Überlegungen. Wir werden uns sicherlich auch mit ihm zusammensetzen, um dann die Ideen, die schon im Raum stehen, gemeinschaftlich mit der Geschäftsleitung zu diskutieren. Und wenn es da Kooperations- und Einigungsmöglichkeiten gibt, würden wir uns sehr freuen.“ Einen direkten Kontakt gab es der ‚Bild‘ zufolge zwar noch nicht, der Wille seitens der Domstädter scheint aber da.
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