Wohin mit dem vielen Geld? Newcastles ernüchternde Transferperiode

Seit der Übernahme durch den saudi-arabischen Staatsfonds sprudeln die Geldquellen bei Newcastle United über. Dennoch ließt sich die bisherige Transferbilanz ernüchternd.

Der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman hat mit Newcastle viel vor
Der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman hat mit Newcastle viel vor ©Maxppp

Robin Gosens, Niklas Süle, Dúvan Zapata, Ousmane Dembélé, Benoît Badiashile, Diego Carlos, Dele Alli, Donny van de Beek – die Liste an potenziellen Transfers von Newcastle United ließe sich nahezu endlos fortführen. Auf dem Wintermarkt lief bis dato allerdings nicht viel zusammen beim neuerdings reichsten Klub der Fußballwelt.

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Warum ist das so? Offensichtlich ist die sportliche Perspektive bei den Magpies derzeit trotz der vorhandenen Abermilliarden keine gute. Nach 20 absolvierten Spielen steht der Premier League-Klub auf dem vorletzten Tabellenplatz – entgegen hochtrabender Ambitionen geht es um nichts anderes als den Klassenerhalt. Eine Aussicht, die vielen Spielern trotz horrender Gehaltsaussichten missfällt.

Schlechte Verhandlungsposition

Die Verhandlungen mit anderen Klubs erwiesen sich bis hierhin als wenig ergiebig. Newcastles Verhandlungspartner zeigen sich erwartungsgemäß unkooperativ. Dies trifft englischen Medienberichten zufolge allen voran auf die konkurrierenden Premier League-Klubs zu, die wenig begeistert von der Übernahme durch den saudi-arabischen Public Investment Fonds sind.

Atalanta Bergamo soll zudem jüngst ein 30-Millionen-Angebot für Zapata abgelehnt haben, aus Sicht der AS Monaco waren 40 Millionen für Badiashile nicht genug. Klar ist: Die Ausgangslage des Saudi-Klubs könnte trotz nahezu unbegrenzter finanzieller Mittel wesentlich besser sein.

Bisher gelang wenig

Und so gestaltet sich die laufende Wechselperiode bislang schwierig für Newcastle. Mit Chris Wood (30) wechselte ein bestenfalls mittelmäßiger Stürmer für stolze 30 Millionen in den St. James Park, außerdem gelang der Transfer von Kieran Tripper (31) – ein international erfahrener, aber auch alternder Rechtsverteidiger. Immerhin: Die Verhandlungen mit Carlos, einem der besten Innenverteidiger in La Liga, scheinen positiv zu verlaufen. Der Brasilianer, der aktuell beim FC Sevilla unter Vertrag steht, soll bereits zugesagt haben.

Chancen darf sich Newcastle auch noch mit Blick auf einen möglichen Transfer von Dembélé ausrechnen. Wie die ‚Sport‘ berichtet, stehen der FC Barcelona und Newcastle in Kontakt. Beide Partien sollen Interesse daran haben, eine Einigung vor dem 31. Januar zu erzielen. Noch stellen sowohl Carlos als auch Dembélé Kaliber dar, die für Newcastle schwierig zu bekommen zu sind. Umso wichtiger wäre es aus Sicht des Klubs, die Deals einzufädeln. Denn: Gelingt es aus Sicht der Schwarz-Weißen nicht, solch namhafte Akteure in dieser Transferperiode zu verpflichten, droht der Abstieg in die zweite Liga. Davor wäre auch der reichste Klub der Welt nicht gefeit.

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