Flicks Neuer: Bella-Kotchap wächst an der Premier League

Armel Bella-Kotchap ist die große Überraschung im aktuellen DFB-Kader. In der Premier League macht der Verteidiger schnell große Entwicklungssprünge.

Armel Bella-Kotchap im Einsatz für den DFB
Armel Bella-Kotchap im Einsatz für den DFB ©Maxppp

Im Juni verkaufte der VfL Bochum Armel Bella-Kotchap recht überraschend an den FC Southampton. Für eine Summe „in noch nie dagewesenen Dimensionen“, wie aus der Vereinsmitteilung hervorging. Zehn Millionen Euro flossen an den VfL.

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Seither hat Bochum kein Bundesligaspiel mehr gewonnen. Bella-Kotchap dagegen startete voll durch. Seit dem zweiten Spieltag absolvierte der Innenverteidiger jede Premier League-Minute – und ist nun der Überraschungsgast im DFB-Kader von Hansi Flick.

„Ich habe mit Ralph Hasenhüttl über ihn gesprochen. Wir wollen ihn jetzt mal sehen und uns ein Bild machen. Er hat das bisher sehr gut gemacht in der Premier League, gut verteidigt“, begründete der Bundestrainer seine Wahl.

Hasenhüttl lobt

Jener Hasenhüttl ist Bella-Kotchaps Trainer bei den Saints. Über den schnellen Durchbruch des 20-Jährigen sagte der ehemalige Leipzig-Coach zuletzt: „Eine physisch starke Liga ist genau das, was er (für seine Entwicklung, Anm. d. Red.) brauchte.“

Hasenhüttl begründete: „Er ist körperlich sehr stark, er liebt es, in Duelle zu gehen und zu zeigen, wie gut er im Eins-gegen-eins ist.“ Wegen dieser Qualitäten habe man Bella-Kotchap auch verpflichtet.

WM im Blick

In anderen Bereichen des Spiels kann sich der Rechtsfuß noch verbessern. Doch gilt laut Hasenhüttl: „Am Anfang hilft es immer, wenn du keine dummen Fehler im Aufbau machst. Wenn du einfach deinen Job als Innenverteidiger machst – Bälle klären und einfach spielen – kannst du nach mehreren Spielen deine weiteren Qualitäten zeigen.“

An diesen Plan hält sich Bella-Kotchap bislang so gut, dass ihm nun sogar sein Debüt für die DFB-Elf winkt. Eine Nominierung kurz vor Turnierbeginn schürt da sogar Hoffnung auf eine Teilnahme an der WM im Winter in Katar. Das wäre dann noch überraschender als sein schneller Durchbruch in Southampton.

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